Private Krankenversicherung - PKV

Für Beschäftigte, deren regelmässiges Gehalt die Versicherungspflichtgrenze überschreitet, besteht die Möglichkeit, an Stelle der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in eine private Krankenversicherung (PKV) einzutreten.

Die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt, liegt im Jahr 2015 bei 54900 € Jahresgehalt. (Siehe auch die gesonderte Seite zur zeitlichen Entwicklung der Versicherungspflichtgrenze und deren Auswirkungen auf den Öffentlichen Dienst).
Weitere Informationen zur Berechnung des Jahresentgeltgrenze finden Sie hier.

Zum 01.01.2015 qualifizierten sich die folgenden Entgeltgruppen und -stufen zur privaten Krankenversicherung:

TVöD TV-L TVöD-SuE Ärzte
Uniklinik
Ärzte
VKA
E 11: ab 5
E 12: ab 4
E 13: ab 4
E 14: ab 3
E 15: ab 2
E 11: ab 5
E 12: ab 5
E 13: ab 4
E 14: ab 4
E 15: ab 2
S 18: ab 4
S 17 ab 5
S 16 ab 6
Ä 1: ab 3
Ä 2: alle
Ä 3: alle
Ä 4: alle
I: ab 4
II: alle
III: alle
IV: alle

Bei einem Wechsel in die PKV tritt an Stelle des GKV-Höchstbeitrags von 709,50 € pro Monat (2015) der gehaltsunabhängige Beitrag der PKV. Wie auch bei der GKV übernimmt der Arbeitgeber 50% der Krankenversicherungskosten.

Höchstbeträge, Zuschüsse und Beiträge zur PKV

Seit 01.01.2015 gelten in allen Bundesländern ausgenommen Sachsen die folgenden Höchstbeiträge/Zuschüsse:

GKV allgemeiner Beitragssatz:709,50 €zzgl. Zusatzbeitrag
   Arbeitnehmeranteil:301,13 €zzgl. Zusatzbeitrag
   Arbeitgeberanteil:301,13 €
höchstmöglicher Arbeitgeberzuschuß PKV:301,13 €
  + Pflegeversicherung:47,44 €

Der Beitrag der PKV richtet sich in der Regel nach den folgenden Kriterien:

  • Anzahl der Kinder (jedes Kind kostet extra)
  • Mitversicherung Ehepartner (eine kostenfreie Mitversicherung des Partners ist nicht möglich)
  • Eintrittsalter (je früher, desto günstiger die Beiträge)
  • Geschlecht (Frauentarife liegen etwas höher)
  • Berufsgruppe (teilweise Ermäßigungen für Angehörige des Öffentlichen Diensts)
  • Tarifliche Leistungen (1-Bett-Zimmer, Zahnersatz, Chefarztbehandlung, ...)
  • Gesundheitszustand (auch Ablehnung der Versicherung möglich)

Die in Angeboten von PKV angegebenen Beiträge verstehen sich üblicherweise einschließlich des Arbeitgeberzuschusses, d.h. zur Ermittlung der persönlichen Kosten ist in der Regel der halbe Wert anzusetzen [*1].

Beitragsrückerstattung

Viele PKV erstatten bei positivem Versicherungsverlauf einen Teil der Beiträge zurück (beispielsweise einen Monatsbeitrag bei fehlender Inanspruchnahme der Versicherung während eines Kalenderjahres). Diese Rückerstattungen führen nicht zu einer nachträglichen Kürzung des Arbeitgeberzuschusses!

Lange Krankheitsphasen

Bei Arbeitsunfähigkeit über die Dauer der Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall hinaus entfällt der Arbeitgeberanteil für die PKV.

Fußnoten

[*1]
Arbeitgeberzuschuß nur bis zum o.g. Höchstbetrag


alle Angaben ohne Gewähr!