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Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst
der Länder (TV-L)
Bereich:alle Bundesländer ohne
Hessen und Berlin
Laufzeit:01.01.2011-31.12.2012
Beschäftigte:  700.000
(Beamte:  1.200.000)
Verhandlungs-
runden:
4.2.2011, 24./25.2.,
9./10.3.
Einigung:10.3.2011

Tarifrunde 2011 TV-L

Tarifergebnis

1. Laufzeit
  • 24 Monate: 01.01.2011 - 31.12.2012

2. Entgelt
  • Entgelterhöhung in 2 Stufen:
    • 01.04.2011: +1,5%
    • 01.01.2012: +1,9%, anschließend +17 €
  • 360 € Einmalzahlung spätestens zum 31.05.2011
    Teilzeitbeschäftigte anteilig

3. Auszubildende und Praktikanten
    • 01.04.2011: +1,5%
    • 01.01.2012: +1,9%, anschließend +6 €
  • 120 € Einmalzahlung

4. weitere Festlegungen
  • Die Garantiebeträge, die Bereitschaftdienstentgelte und die Besitzstandszulagen
    erhöhen sich ebenfalls um 1,5% zum 01.04.2011 und um 1,9% zum 01.01.2012
  • Einführung von neuen Erschwerniszuschlägen (25 €) in den Bereichen Küstenschutz und Straßenbau.
  • Erhalt der bis zu sechsjährigen Bewährungsaufstiege nach BAT für nach dem 01.11.2006 eingestellte Mitarbeiter mit Tätigkeitsmerkmalen bis BAT Vc mit Aufstieg nach BAT Vb (betrifft E2 bis E8).
gültig ab Erhöhung gültig bis TV-L
01.04.2011 +1,5% 31.12.2011 Tabelle 2011 Rechner 2011 Veränderungen
01.01.2012 +1,9%, +17 € 31.12.2012 Tabelle 2012 Rechner 2012 Veränderungen

Übersicht der Ergebnisse der Besoldungsrunde 2011/2012 der Länder

Bundesland20112012Ez Status
Baden-Württemberg01.04.+2,0%Tabelle01.09.+1,2%, +17 €Tabelle
Gesetz (15.03.2011) - BVAnpGBW 2011
Gesetz (10.02.2012) - BVAnpGBW 2012
Bayern
-
0
Tabelle01.01.
01.11.
+1,9%, +17 €
+1,5%
Tabelle
Tabelle
0 €BayBVAnpG 2012
Berlin01.08.+2,0%TabelleErhöhung wurde bereits 2010 beschlossen
Brandenburg01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (28.09.2011) - BbgBVAnpG 2011/2012
Bremen01.10.+1,5%Tabelle01.10.+1,9%, +17 €Tabelle0 € Gesetz (12.04.2011) - BremBBVanpG 2011/2012
Hamburg01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9% Tabelle0 €Gesetz (01.11.2011) - HmbDSBVAnpG 2011/2012
Hessen 01.10.+1,5%Tabelle01.10.+2,6%Tabelle0 € Gesetz (06.10.2011) - HBVAnpG 2011/2012
Mecklenburg-Vorpommern01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (16.12.2011) - BesVANpG 2011/2012 M-V
Niedersachsen01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (26.05.2011) - NBVAnpG 2011/2012
Nordrhein-Westfalen01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (30.03.2011) - BesVersAnpG 2011/2012
Rheinland-Pfalz01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,0% Tabelle360 €Gesetz (25.08.2011) - LBVAnpG 2011
Saarland
-
0
Tabelle+1,9%Tabelle360 €Gesetz (20.06.2012) - Gesetz Nr. 1775
Sachsen01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (25.05.2011) - 7. ÄndG zum SächsBesG
Sachsen-Anhalt01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (06.10.2011) - LBVAnpG 2011/2012
Schleswig-Holstein01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,7%, +17 €Tabelle360 €Gesetz (16.06.2011) - BVAnpG 2011/2012
Thüringen01.10.+1,5%Tabelle01.04.+1,9%, +17 €Tabelle0 €Gesetz (22.09.2011) - TH BVAnpG 2011/2012
TV-L01.04.+1,5%Tabelle01.01.+1,9%, +17 €Tabelle360 €
letzte Änderung: 27.06.2013
Legende:   wirkungs- und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses TV-L
 wirkungs- und zeitgleiche Übertragung, allerdings reduziert zur Bildung einer Versorgungsrücklage
 keine wirkungs- und zeitgleiche Übertragung

Ausführliche Informationen zur Besoldungsrunde 2011 der Landesbeamten

Chronologie der Tarifrunde 2011

10.04.2011
Ende der Aktualisierung dieser Seite. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Besoldungrunde 2011/2012 der Landesbeamten. Die nächste Tarifrunde findet 2013 statt.

05.04.2011
Im Bereich des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H) wurde heute eine Tarifeinigung erzielt. Da Hessen bereits 2004 aus der Tarifgemeinschaft deutsche Länder (TdL) ausgetreten ist, findet hier der TV-L keine Anwendung. Die Tarifeinigung ist allerdings an die der Tarifrunde TV-L 2011 angelehnt. Die Eckpunkte sind:
01.04.2011: +1,5%, Einmalzahlung: 360 EUR (spätestens zum 30.06.)
01.03.2012: +2,6%
Einführung einer Zulage für Straßenwärter: +25 EUR
Laufzeit: 2 Jahre - 01.01.2011 bis 31.12.2012

gültig ab Erhöhung gültig bis TV-H (Hessen)
01.04.2011 +1,5% 29.02.2012 Tabelle 2011 Rechner 2011 Veränderungen
01.03.2012 +2,6% 31.12.2012 Tabelle 2012 Rechner 2012 Veränderungen

31.03.2011
Die Gewerkschaft GEW berichtet von einer Zustimmungsquote von 82,9% zum ausgehandelten Tarifergebnis unter ihren stimmberechtigten und an den Abstimmung beteiligten Mitgliedern.

12.03.2011
Hier noch ein Vergleich der Forderungen von ver.di im Bereich Entgelt und Laufzeit zum tatsächlich erzielten Ergebnis:

ver.di Forderung Ergebnis
14.12.2010 10.03.2010
Entgelterhöhung 2011 50 €, +3,0% ≈ 5% +1,5%
Entgelterhöhung 2012
nicht beziffert
+1,9%, 17 € ≈ 2,5%
Laufzeit des Tarifvertrages    14 Monate 24 Monate

11.03.2011
ver.di feiert 2,3% mehr für 2011 und 2,55% mehr für 2012:

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder - 2,3 Prozent mehr für 2011 und 2,55 Prozent für 2012

Wie kommt ver.di auf diese seltsamen Zahlenwerte? - Für das Jahr 2011 beträgt die lineare Gehaltserhöhung der Tarifbeschäftigten der Länder 1,5%. Dazu kommt eine Einmalzahlung in Höhe von 360 €, die allerdings nicht tabellenwirksam ist. Damit ist die Einmalzahlung zusammen mit der Gehaltserhöhung um 1,5% zwar geeignet, die zu erwartende Inflation 2011 zu decken, allerdings verpufft deren Wirkung zum Ende des Jahres, während die Geldentwertung des Jahres 2011 natürlich 2012 nicht rückgängig gemacht wird. Folglich ist die ver.di-Angabe "2,3 Prozent mehr" irreführend. Mehr als 1,5% tabellenwirksame Entgeltsteigerung, und nur hierauf kommt es wirklich an, konnten die Gewerkschaften für 2011 nicht erreichen!
Die Angabe von 2,55% für 2012 kann dahingegen als ein wie auch immer ermittelter Durchschnittswert der 1,9% linearen Erhöhung zuzüglich eines festen Erhöhungsbetrages von 17 € gesehen werden. Die Vergleichstabelle zeigt, daß die tatsächliche Erhöhung zwischen 2,22% bei der höchsten Stufe der Entgeltgruppe 15 und 3,08% der Eingangsstufe der Entgeltgruppe 1 liegt. 2,55% beträgt die Erhöhung bei E 7, Stufe 6.

Hartmut Möllring, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und damit der Arbeitgeberseite, kommentiert das Tarifergebnis wiefolgt: "Wenn man bedenkt, von welchen unrealistischen Ausgangsforderungen die Gewerkschaftsseite gestartet ist, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden"

In mehreren Bundesländern wird die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtenbesoldung angekündigt. Zur beginnenden Besoldungsrunde 2011 hat oeffentlicher-dienst.info eine eigene Sonderseite eingerichtet.

10.03.2011
der zweite Tag der dritten Verhandlungsrunde hat begonnen.

15:00 Uhr: nach wie vor liegen keine Informationen zum Angebot der Arbeitgeber vor.

17:00 Uhr: Ein Gewerkschaftsvertreter berichtet aus dem Saal, die Verhandlung sei in einer "entscheidenden Phase". Es gelte nun, ein "Gesamtpaket" zu schnüren. Weitergehende Informationen werden nicht gegeben.

19:30 Uhr: Tarifeinigung.

20:30 Uhr: Der Inhalt der Tarifeinigung wird bekannt gegeben:
01.04.2011: +1,5%, Einmalzahlung: 360 EUR,
01.01.2012: +1,9%, anschließend +17 EUR ("Sockelbetrag")
Einführung einer Zulage für Straßenwärter und Küstenschutz: +25 EUR
Laufzeit: 2 Jahre - 01.01.2011 bis 31.12.2012

09.03.2011
Heute um 13 Uhr begann die dritte Verhandlungsrunde. Der Verhandlungsführer der Länder, Hartmut Möllring, erklärte zuvor bei der Frankfurter Rundschau, ein Angebot der Arbeitgeber sei "sehr wahrscheinlich" und die Chancen auf eine Einigung stünden 50 zu 50.
Frank Bsirske, Verhandlungsführer und Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di sagte, ein Tarifabschluß müsse mindestens die Inflation ausgleichen. Diese liegt derzeit bei ca. 2%.

Nach Presseangaben hat die Arbeitgeberseite am Abend ein Angebot vorgelegt. Über dessen Inhalt sei jedoch Stillschweigen vereinbart worden.

07.03.2011
Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde, die für den 09. und 10.03. vereinbart wurde, finden heute und morgen weitere Warnstreiks statt. Für Mittwoch wird ein erstes Angebot der Arbeitgeber erwartet.
In der vergangenen Woche streikten nach Gewerkschaftsangaben 45.000 Landesbeschäftigte.

02.03.2011
Deutschlandweit folgten nach Gewerkschaftsangaben mehr als 10.000 Mitarbeiter dem Streikaufruf von ver.di sowie 11.000 angestellte Lehrer dem Streikaufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag in Baden-Württemberg, wobei auch Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein betroffen waren.

28.02.2011
Der erste Tag der Warnstreiks bringt Arbeitsniederlegungen in Hessen und dem Saarland.

27.02.2011
Die Gewerkschaften rufen für die kommende Woche beginnend mit Hessen und dem Saarland, danach auch in anderen Bundesländern, zu Warnstreiks auf. Die Warnstreiks der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder fallen damit zeitlich mit den Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL zusammen.

25.02.2011
Der zweite Verhandlungstag endet nach bereits einer Stunde. Die Verhandlungsführer erklären die Verhandlungen bis zum 9. März um 14:00 Uhr für unterbrochen.

Nach Angaben von ver.di ist in den nächsten Tagen mit Warnstreiks zu rechnen.

24.02.2011
Der erste Verhandlungstag der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam endet völlig ergebnislos. Die Arbeitgeberseite legt kein Angebot vor.

Noch vor Beginn der Verhandlungen ruft Frank Stöhr, Verhandlungsführer des dbb, die Arbeitgeberseite auf, sich endlich zu bewegen: "Es ist allerhöchste Zeit für ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber."

15.02.2011
Heute und morgen finden in Baden-Württemberg die ersten Warnstreiks statt. Betroffen sind einige sonderpädagogische Einrichtungen, unter anderem in Heilbronn, im Raum Reutlingen und im Raum Tübingen.

04.02.2011
Am ersten Verhandlungstag tauschen die Verhandlungsführer von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nochmals ihre Argumente aus. Ein Angebot der Arbeitgeberseite wird dabei nicht vorgelegt.

Auf der Seite von ver.di zur Tarifrunde TV-L 2011 taucht eine Meldung auf, nach welcher der ver.di Chef eine Entgelterhöhung von 2% als "das Mindeste" ansehen würde:

Frank Bsirske im ARD-Morgenmagazin 'Zwei Prozent ist das Mindeste'

Nachdem die Bezüge der Landesbeamten in Baden-Württemberg um genau den selben Wert von 2% erhöht wurden, hier eine Beispielrechnung für eine lineare zweiprozentige Entgelterhöhung:

03.02.2011
Im Folgenden ist die Vergütungstabelle abgebildet wie sie aussähe, würden die Forderungen der Gewerkschaften vom 14.12.2010 vollständig umgesetzt.
In der Veränderungsmatrix ist zum einen ersichtlich, wie sich die sogenannte "soziale Komponente", also der Sockelbetrag von 50 €, für die einzelnen Entgeltgruppen und Stufen auswirkt, zum anderen ist auch die hypothetische Steigerung des Netto-Gehalts dargestellt:

14.01.2011
Vor der Landtagswahl am 27.03. hat die Landesregierung von Baden-Württemberg für die Landesbeamten (und damit auch für die Kommunalbeamten) im Vorgriff auf das Ergebnis der Tarifrunde TV-L eine Erhöhung der Bezüge um 2% zum 01.04.2011 beschlossen. Sollte die Tarifrunde eine 2% übersteigende Entgelterhöhung ergeben, soll dies ebenfalls entsprechend für die Beamten umgesetzt werden.

04.01.2011
Der dbb weist drauf hin, daß die Arbeitgeberseite bereits vor Beginn der Tarifrunde die Schlichtungsvereinbarung aufgekündigt hat. Demnach sei bei Stillstand der Verhandlungen die Option, einen "unparteiischen Dritten" als Schlichter zu bestellen verbaut.

26.12.2010
Heesen, der Vorsitzende des dbb, droht in einem Gespräch mit der Sächsischen Zeitung ab Februar mit Warnstreiks auch beim Winterdienst der Straßenbauverwaltungen, sofern sich die Arbeitgeberseite nicht an ernsthaften Verhandlungen interessiert zeige. Einen weiteren Schwerpunkt der Warnstreiks sieht er in den EDV-Abteilungen der Finanzverwaltung.
Für das Bundesland Sachsen zieht Heesen zusätzlich noch einen Streik der angestellten Lehrer in Erwägung.

15.12.2010
Der niedersächsische Finanzminister und Vorsitzende der Tarifgememeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring, hält die Forderung der Gewerkschaften nach einer Gehaltssteigerung um 5% für unrealistisch. Er verwies auf die wahrscheinlich zurückgehenden Steuereinnahmen der Länder im Jahr 2011, die stark steigende Personalkosten nicht zuließen.

Kosten der Gewerkschaftsforderungen

Die Kosten für die Umsetzung der Forderungen der Gewerkschaften werden von Möllring (TdL) und Bsirske (ver.di) unterschiedlich beziffert. Hier der Vergleich:

ver.diTdL
Beschäftigte:1,16 Mrd. Euro1,4 Mrd. Euro
Beamte:2,46 Mrd. Euro3,1 Mrd. Euro
gesamt:3,62 Mrd. Euro4,5 Mrd. Euro

14.12.2010
Die Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di beschließt, mit einer Forderung nach einer Tariferhöhung um 50 € sowie danach linear 3% die Verhandlungen zur Tarifrunde 2011 TV-L zu beginnen. Des weiteren wird eine Vorteilsregelung für Gewerkschaftsmitglieder gefordert, ohne diese genau zu spezifizieren. Mit der Bevorteilung von Gewerkschaftsmitgliedern bzw. Benachteiligung von Nicht-Mitgliedern soll die "Tarifautonomie gestärkt" werden.
Als Laufzeit des neuen Tarifvertrags werden 14 Monate angestrebt. Damit würde der neue TV-L zum 29.02.2012 auslaufen und damit am selben Tag wie der im vergangenen Jahr abgeschlossene TVöD (gültig für Bund und Kommunen).
Das Tarifergebnis soll inhaltsgleich auf die Beamten von Ländern und Kommunen übertragen werden.

Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Peter Heesen, bezeichnet die Gewerkschaftsforderungen als "zeitgemäß, angemessen und bezahlbar".

Hier zum Vergleich die bisherige Gehaltstabelle TV-L:



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