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Beamtenkredit Beamtendarlehen
Privatkredit für alle Berufe
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)
Bereich:alle Bundesländer
ohne Hessen
Beschäftigte:  1.100.000
(Beamte:  1.300.000)
Verhandlungs-  
runden:
1 - 21.1.2019
2 - 6.2./7.2.
3 - 28.2./1.3.
 
Diskussionsforum:TV-L Forum

 

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23.01.2019
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft ihre Mitglieder im Sozial-und Erziehungsdienst in Berlin für Dienstag, 29.01. zu einem Warnstreik auf.
Bestreikt werden sollen u.a. Kindergärten, Horte und Grundschulen.

21.01.2019
Zu Beginn der heutigen ersten Verhandlunsgrunde kündigt ver.di-Chef Frank Bsirske "eine harte Haltung" der Gewerkschaften an. Die Privatwirtschaft habe im letzten Jahr Tariflohnerhöhungen von über 3% gesehen und daran müsse der öffentlichen Dienst der Länder Anschluß halten.
Der Verhandlungsführer der Länder, Matthias Kollatz, verweist dahingegen auf die Notwendigkeit der Bundesländer zur Sparsamkeit. Ab 2020 gelte die Schuldenbremse in den Ländern. Ein "Bezahlwettlauf mit dem Privatsektor" könne der öffentliche Dienst nicht gewinnen. Vielmehr müßten die Länder mit "qualitativen Merkmalen" wie Teilzeitarbeit, "Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern", bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei Homeoffice-Angeboten überzeugen.

Die erste Verhandlungsrunde endet am Abend ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite.

20.01.2019
Die durchschnittliche Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes der Länder bleibt weiterhin erkennbar hinter der des Bundes und der Kommunen zurück:

2010201120122013201420152016201720182019
TVöD1,2%1,1%3,5%2,8%3,0%2,4%2,4%2,35%3,19%3,09%
TV-L1,2%1,5%2,6%2,65%2,95%2,1%2,3%2,0%2,35%?
kursiv: keine lineare Entgelterhöhung. Durchschnittswert geschätzt

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man die Entgelterhöhungen des öffentlichen Dienstes beispielsweise mit denjenigen der Metallindustrie vergleicht:

[weitere Statistiken zur tariflichen Entgeltentwicklung]

19.01.2019
Im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde am Montag (21.01.) bringen sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite - wie bei Tarifverhandlungen üblich - in Stellung: Erstere bekräftigen ihre Forderungen, letztere bezeichnen diese als nicht finanzierbar.

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24.12.2018
Die folgende Tabelle zeigt die Forderungen von ver.di hinsichtlich Entgelt in den jeweiligen Tarifrunden verglichen mit dem späteren Tarifergebnis. Als Laufzeit wurden stets 12 Monate gefordert. Daher wird hier jeweils das Ergebnis für das Jahr der Tarifrunde dargestellt.

Vergleich der gewerkschaftlichen
Tarifforderungen
mit dem späteren Ergebnis
JahrTarifForderungErgebnisRSSt
2018TVöD+6% +2,9%3
/
/
2017TV-L+6%+2,0%3
/
/
2016TVöD+6%+2,4%3
/
/
2015TV-L+5,5% +2,1%4
/
/
2014TVöD+100 € +3,5%+3,0% 3
/
/
2013TV-L+6,5%+2,65%3
/
/
2012TVöD+6,5% +3,5%3
/
/
2011TV-L+50 € +3%+1,5%3
/
/
2010TVöD+5%+1,2%3
S
/
Da seitens der Gewerkschaften Tarifforderungen jeweils
nur für 1 Laufzeitjahr gestellt wurden, wird hier nur genau
dieses Jahr dargestellt
    R: Verhandlungsrunden
S: Schlichtung
St: Streik

20.12.2018
Die Gewerkschaften geben die Forderungen zur Tarifrunde bekannt:
  • 6% lineare Entgelterhöhung mit einem Mindesterhöhungsbetrag von 200 €
  • 12 Monate Laufzeit
  • Pflegetabelle: +300 €
  • Auszubildende: +100 €
  • "Angemessene und zukunftsfähige Entgeltordnung TV-L"
  • Stufengleiche Höhergruppierung
  • Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreicher Ausbildung
  • Anhebung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende auf 30 Tage
  • Verhandlung über die Einführung einer Paralleltabelle für Lehrkräfte
  • Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen

Die Verhandlungen werden auf Gewerkschaftsseite von Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft "ver.di" geführt. Weitere teilnehmende Gewerkschaften sind IG Bau, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Gewerkschaft der Polizei sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft der Deutsche Beamtenbund "dbb beamtenbund und tarifunion".

01.12.2018
Die "Tarifgemeinschaft deutscher Länder" bestimmt den Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) zum Vorsitzenden des Vorstands und damit zum Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite.

12.11.2018
Die Gewerkschaft ver.di veröffentlicht im Vorfeld zur Festlegung ihrer Forderungen zur Tarifrunde Vorschläge für eine Diskussion unter ihren Mitgliedern. Für diese Diskussion empfiehlt ver.di unter anderem die folgenden Schwerpunkte:
  • mindestens 6% Entgelterhöhung
  • 12 Monate Laufzeit
  • Entgeltordnung verbessern und in Kraft setzen
  • 30 Urlaubstag auch für Auszubildende
Die Forderungen zur Tarifrunde TV-L 2019 sollen am 20.12.2018 von der Bundestarifkommission von ver.di sowie den anderen beteiligten Gewerkschaften beschlossen und verkündet werden.

04.10.2018
Die Gewerkschaft ver.di beschließt wie erwartet die Kündigung der Entgelttabellen zum TV-L zum Ende der im Rahmen der Tarifrunde TV-L 2017 vereinbarten Mindestlaufzeit zum 31.12.2018.

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Aktuelle Links zur Tarifrunde TV-L 2019



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