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Beamtenkredit Beamtendarlehen
Privatkredit für alle Berufe
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
Beschäftigte:  2.140.000 - Kommunen
147.000 - Bund
Laufzeit:01.03.2018 - 31.08.2020
Verhandlungsrunden:1 - 26.02.2018
2 - 12./13.03.
3 - 15.-18.04.
Einigung:18.04.
Erklärungsfrist:15.06.

TVöD - Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst

Tarifrunde TVöD 2018

Hinweis: das hier dargestellte Tarifergebnis ist noch als vorläufig anzusehen!

1. Laufzeit
  • 30 Monate: 01.03.2018 - 31.08.2020

2. Entgelt
  • TVöD VKA (Kommunen) und TVöD Bund
    Entgelterhöhung in 3 Stufen.
    Individuelle Erhöhungsbeträge pro Entgeltgruppe und -stufe:
    • 01.03.2018: mindestens 2,85%, höchstens 5,70% (min. 64,44 €)
    • 01.04.2019: mindestens 2,81%, höchstens 5,39% (min. 71,00 €)
    • 01.03.2020: mindestens 0,96%, höchstens 1,81% (min. 22,78 €)
  • Einmalzahlung in den Entgeltgruppen E 1 bis E 6: 250 € zum 01.03.2018
  • Einführung einer neuen Entgeltgruppe 9c im Bereich des Bundes
  • TVöD SuE (Sozial- und Erziehungsdienst)
    Entgelterhöhung in 3 Stufen:
    • 01.03.2018: ca. +3,11% (42,5% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,32%)
    • 01.04.2019: ca. +3,02% (42,5% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,32%)
    • 01.03.2020: ca. +1,03% (15,0% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,32%)
    größere Entgelterhöhungen in allen Stufen 1 sowie S2/2
    Einmalzahlung von 250 € für S 2 und S 4 zum 01.03.2018
  • TVöD P (Pflege)
    Entgelterhöhung in 3 Stufen:
    • 01.03.2018: ca. +2,90% (39,2% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,40%)
    • 01.04.2019: ca. +3,29% (45,8% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,40%)
    • 01.03.2020: ca. +1,04% (15,0% des Gesamterhöhungsbetrages von 7,40%)
    größere Entgelterhöhungen in Teilen der P 5 und P 6
    Einmalzahlung von 250 € für P 5 und P 6 zum 01.03.2018

3. Auszubildende
  • pauschale Entgelterhöhung in 2 Stufen:
    • 01.03.2018: +50 €
    • 01.03.2019: +50 €
  • Erhöhung des Jahresurlaubs von 29 auf 30 Tage
4. weitere Regelungen
  • stufenweise Anhebung der Jahressonderzahlung Ost im Bereich der Kommunen (VKA):
    2019: 82%, 2020: 88%, 2021: 94%, 2022: 100%
  • lineare Entgelterhöhungen für TV-V, TV Fleischuntersuchung und Ärzte des Bundes in 3 Stufen:
    • 01.03.2018: +3,19%
    • 01.04.2019: +3,09%
    • 01.03.2020: +1,06%
  • Entgelterhöhungen für die TV Nahverkehr in Baden-Württemberg, Hessen,
    Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz:
    • 01.03.2018: +3,19%, mindestens 76,50 €
    • 01.04.2019: +3,09%, mindestens 76,50 €
    • 01.03.2020: +1,06%, mindestens 27,00 €

Tarifergebnis TVöD 2018 - vorläufige Tabellen
gültig abErhöhunggültig bisTVöD VKATVöD Bund
01.03.2018
min. 2,9%
31.03.2019 Tabelle 2018 Rechner 2018 Analyse Tabelle 2018 Rechner 2018 Analyse
01.04.2019
min. 2,8%
29.02.2020 Tabelle 2019 Rechner 2019 Analyse Tabelle 2019 Rechner 2019 Analyse
01.03.2020
min. 0,96%
31.08.2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Analyse Tabelle 2020 Rechner 2020 Analyse
Bei den Tabellen auf dieser Seite handelt es sich um noch nicht bestätigte Hochrechnungen!
Der Erhöhungssatz der Absenkung der Jahressonderzahlung im Bereich VKA 2018 ist mit 3,19% angenommen!
Hinweis für Betriebsstätten, welche die Tabellen auf oeffentlicher-dienst.info als Basis für die Vergütung von Mitarbeitern verwenden

gültig abErhöhunggültig bisTVöD SuE TVöD-P TV-V
01.03.2018
min. 2,9%
31.03.2019 Tabelle 2018 Rechner 2018 Tabelle 2018 Rechner 2018 Tabelle 2018 Rechner 2018
01.04.2019
min. 3,0%
29.02.2020 Tabelle 2019 Rechner 2019 Tabelle 2019 Rechner 2019 Tabelle 2019 Rechner 2019
01.03.2020
min. 1,0%
31.08.2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Tabelle 2020 Rechner 2020

Sonderseite zur Besoldungsrunde 2018 der Bundesbeamten

Chronologie zur Tarifrunde 2018

20.04.2018
Prozentuale Erhöhung TVöD VKA
2017 nach 2018
123456
E 15 4.65% 2.89% 4.39% 2.89% 2.89% 2.89%
E 14 4.65% 2.89% 3.97% 4.10% 2.89% 2.94%
E 13 4.64% 3.44% 4.82% 4.25% 2.89% 2.89%
E 12 4.61% 4.41% 3.16% 3.25% 2.89% 2.89%
E 11 4.56% 4.22% 4.73% 4.00% 2.89% 2.89%
E 10 4.50% 3.45% 3.84% 4.47% 2.89% 2.89%
E 9c 4.51% 4.05% 3.23% 3.68% 2.99% 3.61%
E 9b 5.70% 4.41% 4.15% 3.93% 2.85% 3.03%
E 9a 3.98% 2.85% 2.89% 2.85% 2.85% 2.86%
E 8 4.43% 2.89% 2.89% 3.07% 3.19% 2.99%
E 7 4.41% 3.55% 2.89% 2.89% 3.25% 2.89%
E 6 4.40% 2.98% 2.89% 2.89% 3.44% 3.09%
E 5 4.38% 3.01% 2.89% 2.89% 3.26% 3.16%
E 4 4.37% 3.20% 3.02% 3.02% 3.02% 3.02%
E 3 4.37% 3.49% 3.13% 3.13% 3.13% 3.13%
E 2 4.34% 3.82% 3.43% 3.43% 3.43% 3.43%
E 1   4.34% 4.34% 4.34% 4.34% 4.33%
Durchschnittswert: 3,19%
   
Prozentuale Erhöhung TVöD VKA
2017 nach 2020
123456
E 15 10.95% 6.80% 10.33% 6.80% 6.80% 6.80%
E 14 10.93% 6.80% 9.34% 9.64% 6.80% 6.91%
E 13 10.92% 8.09% 11.34% 9.99% 6.80% 6.80%
E 12 10.86% 10.38% 7.43% 7.65% 6.80% 6.80%
E 11 10.73% 9.92% 11.14% 9.41% 6.80% 6.80%
E 10 10.60% 8.12% 9.04% 10.51% 6.80% 6.80%
E 9c 10.61% 9.54% 7.59% 8.65% 7.05% 8.50%
E 9b 13.41% 10.37% 9.76% 9.24% 6.70% 7.13%
E 9a 9.36% 6.70% 6.79% 6.70% 6.70% 6.72%
E 8 10.42% 6.80% 6.80% 7.23% 7.51% 7.02%
E 7 10.37% 8.35% 6.80% 6.80% 7.65% 6.80%
E 6 10.36% 7.00% 6.80% 6.80% 8.09% 7.28%
E 5 10.30% 7.08% 6.80% 6.80% 7.66% 7.44%
E 4 10.29% 7.52% 7.10% 7.10% 7.10% 7.10%
E 3 10.27% 8.22% 7.36% 7.36% 7.36% 7.36%
E 2 10.21% 8.99% 8.06% 8.06% 8.06% 8.06%
E 1   10.20% 10.20% 10.20% 10.20% 10.20%
Durchschnittswert: 7,5%

schlechter als der Durchschnittswert
entspricht in etwa dem Durchschnittswert
besser als der Durchschnittswert
deutlich besser als der Durchschnittswert

Hinweis: die bereits in der Tarifrunde 2016 beschlossene Absenkung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld)
für das Jahr 2018 ist in diesen Tabellen zur besseren Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt.

19.04.2018 - Stimmen zum Tarifabschluß und Pressemitteilungen
Bundesinnenminister Horst Seehofer:
"Für die Beschäftigten wird es eine spürbare Lohnerhöhung und strukturelle Verbesserungen geben. Wir freuen uns insbesondere, dass wir zielgerichtete Entgeltsteigerungen vereinbaren konnten, um den öffentlichen Dienst noch attraktiver zu machen."
Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di:
"Das ist ein Ergebnis, das auf die Attraktivierung des öffentlichen Dienstes insgesamt zielt. [...] Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld - das gehört zusammen."
Ulrich Mägde (SPD), Oberbürgermeister von Lüneburg:
"Der Abschluss ist zu hoch. Das ist eindeutig. Viele Bürgerinnen und Bürger werden das bei den Gebühren merken. Insofern kann ich die Begeisterung nicht nachvollziehen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"Besonders interessant am neuen Tarifabschluss sind jedoch strukturelle Veränderungen, von denen es gleich mehrere gibt. Dazu gehört, dass es mit Seehofer offensichtlich wieder einen Bundesinnenminister gibt, der den öffentlichen Dienst gezielt gestalten will; und der sich seine Verhandlungsführung gegenüber den Gewerkschaften auch nicht von den (vermeintlich) kleingeistigen Kassenwarten des Finanzministeriums diktieren lässt."
Südwest Presse:
"Mit mehr als 7 Prozent ist die mehrstufige Erhöhung nun tatsächlich beachtlich ausgefallen. In den oberen Entgeltstufen, wo es gerade in den Kommunen an Personal mangelt, kommen da am Ende letztlich 300 bis 400 Euro mehr raus. Das ist ein wichtiger Schritt, um den Abstand zur freie Wirtschaft nicht weiter zu vergrößern. [...] Die Arbeitgeber haben für ihre Großzügigkeit aber eine Gegenleistung verlangt. Mit 30 Monaten ist die Laufzeit besonders lang. Geld gegen Ruhe, das war das Gebot der Stunde."
Wirtschaftswoche:
"Für den Verdi-Chef ist es der letzte Tarifabschluss, den er für Bund und Kommunen verhandelt hat, bevor der Gewerkschaftstag im kommenden Jahr über seine Nachfolge entscheidet. Bsirske und seine Verhandlungspartner auf beiden Seiten des Tisches haben erneut gezeigt, dass Tarifpolitik auch Antworten auf komplexe Fragen geben kann, mit denen alle leben können.
Trotzdem ist es zum Abschluss kein Meisterstück geworden. Denn gerade für seine Hauptklientel in den unteren Einkommensgruppen hat der Verdi-Chef dann doch deutlich weniger herausgeholt als erhofft."
Die Tageszeitung "taz":
"solide, aber nicht revolutionär"

Die Pressemitteilungen der Tarifparteien im Überblick:

18.04.2018
In den frühen Morgenstunden einigen sich die Verhandlungsparteien auf einen Tarifabschluß TVöD 2018.
Es wird erstmalig im TVöD keine lineare Entgelterhöhung geben, sondern individuelle Erhöhungswerte für jede Entgeltgruppe und -stufe. Die folgenden Vereinbarungen wurden getroffen:

  • 01.03.2018:
    mindestens +2,9%, höchstens +5,7%
    Einmalzahlung für E 1 bis E 6: 250 €
  • 01.04.2019:
    mindestens +2,8%, höchstens +5,4%
  • 01.03.2020:
    mindestens +0,96%, höchstens +1,8%

Die Laufzeit soll 30 Monate (2 1/2 Jahre) betragen vom 01.03.2018 bis 31.08.2020

Tarifergebnis TVöD 2018 - vorläufige Tabellen
gültig abErhöhunggültig bisTVöD VKATVöD Bund
01.03.2018
min. 2,9%
31.03.2019 Tabelle 2018 Rechner 2018 Analyse Tabelle 2018 Rechner 2018 Analyse
01.04.2019
min. 2,8%
29.02.2020 Tabelle 2019 Rechner 2019 Analyse Tabelle 2019 Rechner 2019 Analyse
01.03.2020
min. 0,96%
31.08.2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Analyse Tabelle 2020 Rechner 2020 Analyse
Der Erhöhungssatz der Absenkung der Jahressonderzahlung im Bereich VKA 2018 ist mit 3,19% angenommen!

gültig abErhöhunggültig bisTVöD SuE TVöD-P TV-V
01.03.2018
+3,19%
31.03.2019 Tabelle 2018 Rechner 2018 Tabelle 2018 Rechner 2018 Tabelle 2018 Rechner 2018
01.04.2019
+3,09%
29.02.2020 Tabelle 2019 Rechner 2019 Tabelle 2019 Rechner 2019 Tabelle 2019 Rechner 2019
01.03.2020
+1,06%
31.08.2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Tabelle 2020 Rechner 2020 Tabelle 2020 Rechner 2020
Der Erhöhungssatz der Absenkung der Jahressonderzahlung für TVöD-SuE und TVöD-P 2018 ist mit 3,19% angenommen! (nicht TV-V)

Übersichtsseite zum Tarifergebnis beim dbb

17.04.2018
Die Tarifverhandlungen werden heute fortgeführt.

16:00 - Aus Verhandlungskreisen verlautet, die Gespräche sollen um einen weiteren Tag verlängert werden.
18:30 - Bei den Verhandlungen sei ein Ergebnis erzielt worden. Die Erhöhung soll in mehreren Stufen erfolgen und die Entgelttabelle als Ganzes verändert werden. Details dazu sind uns noch nicht bekannt.
20:00 - Zeitungsmeldungen: 01.03.2018: +3,19%; 01.04.2019: +3,09%; 01.03.2020: +1,06%; Einmalzahlung: 250 € für E 1 bis E 6 - Meldung noch nicht bestätigt!
22:00 - Die Tarifeinigung wurden inzwischen bestätigt, allerdings handelt es sich bei o.g. Zahlen um Durchschnittswerte. Die Änderung an der Tabellenstruktur soll umfangreich sein und noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
23:00 - Seitens der kommunalen Arbeitgeberverbände wird die Einigung offenbar nicht vollumfänglich unterstützt. Es kommt zu weiteren Verhandlungen.

Beispielrechnung einer linearen Erhöhung mit 3,19%/3,09%/1,06%
gültig abErhöhunggültig bisTVöD VKA
01.03.2018
+3,19%
31.03.2019 Beispieltabelle 2018 Beispielrechner 2018 Analyse
01.04.2019
+3,09%
29.02.2020 Beispieltabelle 2019 Beispielrechner 2019 Analyse
01.03.2020
+1,06%
31.08.2020 Beispieltabelle 2020 Beispielrechner 2020 Analyse
Hinweis: diese Tabellen werden sicherlich nie in Kraft treten. Zum einen, weil zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, zum anderen weil die Erhöhung nicht linear über alle Entgeltgruppen und -stufen erfolgen soll.
Diese Tabellen sind als ein vorläufiges Zwischenergebnis der Tarifverhandlungen zu sehen.

16.04.2018
Die Verhandlungen werden heute um 12:00 fortgesetzt
Bsirske: "Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen."

20:30 - Nach bislang unbestätigten Meldungen steuern die Tarifparteien auf eine Kompromißlösung zu. Für morgen, Dienstag, wird mit einer Einigung gerechnet.

15.04.2018
Heute beginnt die 3. Verhandlungsrunde.
Bundesinnenminister Seehofer (CSU) kündigt ein Angebot der Arbeitgeberseite an, ver.di-Chef Bsirske rechnet mit einer baldigen Einigung: "Bei den Signalen, die er derzeit empfange, sollte es gelingen, in der dritten Runde zu einem tragfähigen Kompromiss zu kommen"
Update 23:00: aus Verhandlungskreisen verlautet, es habe "Annäherungen in Einzelfragen gegeben" und es seien Arbeitsgruppen gebildet worden um verschiedene Erhöhungsszenarien durchzurechnen.

14.04.2018
Bundesinnenminister Seehofer (CSU) weist die Gewerkschaftsforderungen am Vortrag der dritten Verhandlungsrunde zurück und betont den Einigungswillen ausgehend von der Arbeitgeberseite.
Währenddessen droht der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske mit weiteren Streiks, sollte es in dieser Verhandlungsrunde zu keinen Ergebnissen kommen.

11.04.2018
Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde werden bundesweit die Warnstreiks verschärft. Schwerpunkte liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

09.04.2018
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände weist die angekündigten Warnstreiks als für den Verhandlungsprozeß irrelevant zurück:
VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle: "Der von den Gewerkschaften geschürte Konflikt setzt weniger die Arbeitgeberseite unter Druck als die Bevölkerung."

13.03.2018
Auch der zweite Tag der zweiten Verhandlungsrunde endete ergebnislos, es wurde seitens der Arbeitgeber weiterhin kein Angebot vorgelegt.

Die Gewerkschaftsseite zeigt sich verständnislos: "Wenn die Arbeitgeber in dem Tempo weiterverhandeln, dann brauchen wir für diesen Abschluss länger als die Bundestagsparteien zur Regierungsbildung" erklärte der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes dbb Ulrich Silberbach.
Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VK, Thomas Böhle, betont eine Annäherung der Verhandlungspositionen und erklärt: "Was die Forderung nach einer linearen Erhöhung von 6 Prozent für 12 Monate sowie einen Mindestbetrag von 200 Euro betrifft, liegen wir jedoch noch weit auseinander. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass wir in der kommenden Runde zu einem Kompromiss finden werden. Die Verhandlungen verliefen bisher insgesamt konstruktiv"

12.03.2018
Am heutigen Tag beginnt die zweiten Verhandlungsrunde.
Die Forderungen von Verdi und dem DBB Beamtenbund und Tarifunion sind dabei weiterhin eine Entgelterhöhung von 6,0%, mindestens 200 Euro monatlich, Erhöhung der Auszubildendenvergütung und Praktikantentgelte um 100 Euro pro Monat, Wiederinkraftsetzung der Übernahmeregelung und eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten.
Bislang fehlt ein Angebot der Arbeitgeberseite. Thomas Böhle, Präsident der Kommunalen Arbeitgeberverbände, bezeichnet die Forderungen als viel zu hoch. Auch der Deutsche Landkreistag wies die Forderungen der Gewerkschaften als überzogen zurück. Landrats Präsident Reinhard Sager weist darauf hin, dass dadurch zusätzliche Kosten in der Höhe von 6,5 Milliarden Euro entstehen würden was aufgrund der Haushaltslage nicht erfüllbar ist. Daher kündigen die Gewerkschaften an, dass sie nun den Druck erhöhen werden.
Der Verhandlungstag endet ergebnislos.

11.03.2018
Ein Vergleich der Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen mit der Gesamtwirtschaft bzw. exemplarisch mit der Tarifentwicklung im Bereich der Metall-Industrie macht deutlich, wie weit sich die Lohnschere zu Ungunsten des öffentlichen Dienstes seit 1993 geöffnet hat. Während in diesem Zeitraum das durchschnittliche Tarifniveau der Gesamtwirtschaft um 73% anstieg und das in der Metall-Branche gar um 88%, blieb der öffentliche Dienst des Bundes und der Kommunen mit 57% deutlich zurück. Da die Inflationsrate in diesem Zeitraum bei 42% lag, liegen die inflationsbereinigten Gehaltssteigerungen im Bereich des TVöD von 1993 bis 2017 nur wenig über Null.

01.03.2018
Nach Ablauf der Friedenspflicht beginnen nun vereinzelt befristete Arbeitsniederlegungen und Aktionen in Betrieben und Dienststellen. Unterstützung durch Aktionen soll auch von der Gewerkschaft "komba" erbracht werden. Aktionen wie Warnstreiks von Angestellten der Müllabfuhr, des Nahverkehrs, von Jobcentern und von Stadtwerken sollen vorerst in den Städten Peine, Göttingen, Salzgitter und Augsburg stattfinden. Auch die Schließung von Kindertagesstätten wird geplant.
In Hamburg soll zunächst nur ausserhalb der Arbeitszeiten gestreikt werden. Hier wird es heute zu einer Kundgebung kommen.

28.02.2018
Im Folgenden eine Übersicht der Entgelterhöhungen brutto und netto als Beispielrechnung, würden sich die Gewerkschaften mit ihrer Forderung nach einer Entgelterhöhung um 6%, mindestens 200 € durchsetzen:

Beispielrechung TVöD VKA 2018 zur Gewerkschaftsforderungen vom 08.02.
+6%, mind. 200 € - auf den vollen Euro abgerundet brutto/netto
123456
E 15 274 (+6.0%)
126 (+4.8%)
304 (+6.0%)
132 (+4.6%)
315 (+6.0%)
135 (+4.6%)
355 (+6.0%)
164 (+5.1%)
386 (+6.0%)
197 (+5.7%)
406 (+6.0%)
207 (+5.7%)
E 14 248 (+6.0%)
120 (+5.0%)
275 (+6.0%)
126 (+4.8%)
291 (+6.0%)
129 (+4.7%)
315 (+6.0%)
135 (+4.6%)
352 (+6.0%)
156 (+4.9%)
372 (+6.0%)
193 (+5.8%)
E 13 229 (+6.0%)
99 (+4.4%)
254 (+6.0%)
127 (+5.2%)
267 (+6.0%)
125 (+4.9%)
294 (+6.0%)
130 (+4.7%)
330 (+6.0%)
141 (+4.7%)
346 (+6.0%)
148 (+4.7%)
E 12 208 (+6.0%)
94 (+4.5%)
231 (+6.0%)
100 (+4.4%)
263 (+6.0%)
124 (+4.9%)
292 (+6.0%)
129 (+4.7%)
328 (+6.0%)
140 (+4.7%)
344 (+6.0%)
147 (+4.7%)
E 11 212 (+6.3%)
98 (+4.8%)
223 (+6.0%)
98 (+4.4%)
239 (+6.0%)
102 (+4.4%)
263 (+6.0%)
124 (+4.9%)
299 (+6.0%)
131 (+4.7%)
315 (+6.0%)
135 (+4.6%)
E 10 212 (+6.5%)
101 (+5.1%)
215 (+6.0%)
96 (+4.4%)
231 (+6.0%)
100 (+4.4%)
247 (+6.0%)
119 (+5.0%)
278 (+6.0%)
127 (+4.8%)
285 (+6.0%)
128 (+4.8%)
E 9c 212 (+6.7%)
102 (+5.3%)
204 (+6.0%)
93 (+4.5%)
224 (+6.0%)
98 (+4.4%)
238 (+6.0%)
102 (+4.4%)
260 (+6.0%)
124 (+5.0%)
269 (+6.0%)
125 (+4.9%)
E 9b 212 (+7.3%)
104 (+5.8%)
212 (+6.6%)
102 (+5.2%)
212 (+6.3%)
99 (+4.8%)
225 (+6.0%)
98 (+4.4%)
245 (+6.0%)
116 (+4.9%)
262 (+6.0%)
124 (+4.9%)
E 9a 212 (+7.3%)
104 (+5.8%)
212 (+6.7%)
102 (+5.3%)
212 (+6.3%)
99 (+4.8%)
225 (+6.0%)
98 (+4.4%)
231 (+6.0%)
100 (+4.4%)
245 (+6.0%)
116 (+4.9%)
E 8 213 (+7.8%)
106 (+6.2%)
213 (+7.1%)
104 (+5.6%)
213 (+6.8%)
103 (+5.3%)
213 (+6.5%)
101 (+5.1%)
213 (+6.3%)
98 (+4.8%)
208 (+6.0%)
93 (+4.5%)
E 7 213 (+8.3%)
108 (+6.6%)
213 (+7.5%)
106 (+5.9%)
213 (+7.1%)
104 (+5.6%)
213 (+6.8%)
103 (+5.3%)
213 (+6.6%)
102 (+5.2%)
213 (+6.4%)
100 (+4.9%)
E 6 213 (+8.5%)
108 (+6.7%)
213 (+7.7%)
106 (+6.1%)
213 (+7.3%)
105 (+5.8%)
213 (+7.0%)
104 (+5.5%)
213 (+6.8%)
103 (+5.4%)
213 (+6.6%)
102 (+5.2%)
E 5 213 (+8.8%)
109 (+7.0%)
213 (+8.0%)
107 (+6.3%)
213 (+7.7%)
106 (+6.0%)
213 (+7.3%)
105 (+5.8%)
213 (+7.1%)
104 (+5.6%)
213 (+6.9%)
103 (+5.5%)
E 4 213 (+9.3%)
110 (+7.3%)
213 (+8.4%)
108 (+6.6%)
213 (+7.9%)
107 (+6.2%)
213 (+7.7%)
106 (+6.0%)
213 (+7.4%)
105 (+5.8%)
213 (+7.3%)
105 (+5.7%)
E 3 213 (+9.4%)
110 (+7.4%)
213 (+8.6%)
108 (+6.7%)
213 (+8.3%)
108 (+6.6%)
213 (+8.0%)
107 (+6.3%)
213 (+7.8%)
106 (+6.1%)
213 (+7.6%)
106 (+6.0%)
E 2 213 (+10.2%)
112 (+8.0%)
213 (+9.2%)
110 (+7.3%)
213 (+9.0%)
109 (+7.1%)
213 (+8.7%)
109 (+6.9%)
213 (+8.2%)
107 (+6.5%)
213 (+7.8%)
106 (+6.1%)
E 1   213 (+11.4%)
113 (+8.9%)
213 (+11.2%)
113 (+8.7%)
213 (+11.0%)
113 (+8.6%)
213 (+10.7%)
113 (+8.4%)
213 (+10.3%)
112 (+8.0%)
obere Zeile: Brutto-Entgelterhöhung nach den Gewerkschaftsforderungen vom 08.2018
untere Zeile: Netto-Entgelterhöhung (Steuerjahr 2018, LStKl. I, keine Kirchenst., keine Kinder)
jeweils Monatswerte unter anteilsmäßiger Berücksichtigung der Sonderzahlung (Weihnachtsgeld)

[ausführliche Tabelle]

26.02.2018
Zum Auftakt der Tarifverhandlungen am heutigen Tage in Potsdam bekräftigen Arbeitgeberseite und Gewerkschaften ihre Positionen.
Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) wendet sich dabei vor allem gegen die von den Gewerkschaften geforderte so genannte "soziale Komponente" in Form eines Mindesterhöhungsbetrags von 200 Euro: "Ein Plus von 200 Euro ist in einer niedrigen Entgeltgruppe ein wesentlich höheres Plus als die geforderten sechs Prozent. In der Spitze läge das Lohnplus bei über elf Prozent. Der Mindestbetrag verteuert vor allem die Entgeltgruppen, bei denen der öffentliche Dienst schon jetzt kaum noch wettbewerbsfähig ist. Ein Beschäftigter, dessen Tätigkeit ausgegliedert oder privatisiert wird, hat nichts von einem Elf-Prozent-Lohnplus. Wir möchten aber alle Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst halten. [...] Um weiterhin konkurrenzfähig zu sein, müssen wir vor allem bei den Fach- und Führungskräften dranbleiben. Wir brauchen also genau das Gegenteil von einem Mindestbetrag, wie ihn die Gewerkschaften fordern."
Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, verweist auf die hervorragende Wirtschaftslage und steigende Steuereinnahmen: "Wann, wenn nicht jetzt, kann etwas getan werden, um für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes bei Erzieherinnen, Krankenschwestern und bei den Beschäftigten zu sorgen?"

Die erste Verhandlungsrunde endete wie erwartet ergebnislos. Die Geschwerkschaftsseite kündigt daraufhin ab 01.03., dem Ende der Friedenspflicht, erste Warnstreiks an.

08.02.2018
Die Gewerkschaftsseite hat die Forderungen zur Tarifrunde 2018 bekanntgegeben:
  • Entgelterhöhung: +6% mit einem Mindesterhöhungsbetrag von 200 €
  • Ausbildungsvergütungen: +100 € pauschal
  • Laufzeit: 1 Jahr

Nach Aussage des Vorsitzenden der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, soll in diesen Tarifverhandlungen besonderen Wert auf die Begrenzung der Laufzeit des Tarifvertrages auf 1 Jahr gelegt werden. Eine längere Laufzeit des Tarifvertrages könne nur diskutiert werden, wenn die Arbeitgeber zu "außergewöhnlichen Regelungen" bereit seien.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weist auf Seiten der Arbeitgeber darauf hin, daß die Forderungen der Gewerkschaften unmöglich zu erfüllen seien. Sie beziffern das Gesamtvolumen der Forderungen im Bereich der Kommunen auf 6,5 Milliarden Euro jährlich. Durch den Mindesterhöhungsbetrag von 200 € lägen die Gehaltssteigerungen in den unteren Entgeltgruppen bei bis zu 11,42%.
VKA-Präsident Thomas Böhle: "Der in jeder Tarifrunde behauptete Nachholbedarf und die Forderung nach einer sogenannten sozialen Komponente gehen an der Wirklichkeit vorbei. Die Tarifentgelte im öffentlichen Dienst sind von 2008 bis 2017 um 30 Prozent gestiegen, die Entgelte in der Gesamtwirtschaft nur um 25 Prozent. Und gerade die unteren Entgeltgruppen genießen gegenüber der Privatwirtschaft deutliche Vorteile"

Als Termine für die Verhandlungsrunden wurden 26.02., 12./13.03. sowie 15./16.04. festgelgt.

20.10.2017
Die Gewerkschaft ver.di kündigt die Entgelttabellen fristgemäß zum 28.02.2018. Eine konkrete Tarifforderung zur Tarifrunde TVöD 2018 soll in einer Sitzung der Bundestarifkommission am 08.02.2018 beschlossen werden.

Eine Liste von Eckpunkten als Diskussionsgrundlage wurde aber bereits veröffentlicht:
  • Tabellenerhöhungen im Gesamtvolumen von 6% mit einer sogenannten sozialen Komponente
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost auf West-Niveau im Bereich der Kommunen
  • Erhöhung des Zusatzurlaubs für Wechselschichtarbeit auf 9 Tage und für Schichtarbeit auf 6 Tage
  • kostenloses Nahverkehrsticket
  • Auszubildende:
    • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um mehr als 6%
    • Anhebung des Jahresurlaubsanspruchs auf 30 Tage


alle Angaben ohne Gewähr!