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Tarifvertrag fr den ffentlichen Dienst (TVD)
Beschftigte:  2.100.000 - Kommunen
133.000 - Bund
Laufzeit:01.03.2014-29.02.2016
Verhandlungsrunden:1 - 13.03.2014
2 - 20.03./21.03.
3 - 31.03./01.04.
Einigung:01.04. - Einigungspapier
Erklrungsfrist:30.04.
Redaktionsverhandlung:20.05. (Abschlu)

TVD - Tarifvertrag fr den ffentlichen Dienst

Tarifrunde TVD 2014

1. Laufzeit
  • 24 Monate: 01.03.2014 - 29.02.2016

2. Entgelt

gltig abErhhunggltig bisTVD VKA (Kommunen)TVD Bund
linearmin.
01.03.2014
+3,0%
90 €
28.02.2015 Tabelle 2014 Rechner 2014 Analyse Tabelle 2014 Rechner 2014 Analyse
01.03.2015
+2,4%
-
29.02.2016 Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse

Tabellen TVD-B, TVD-K, TVD-S, TVD-SuE und TV-V siehe unten, Eintrag vom 01.04.2014

3. Urlaub
  • Jahresurlaub ab 2014: 30 Tage ohne Bercksichtigung des Alters

4. Auszubildende
  • pauschale Entgelterhhung in 2 Stufen:
    • 01.03.2014: +40 €
    • 01.03.2015: +20 €
  • Erhhung des Jahresurlaubsanspruchs von 27 auf 28 Tage

5. TV-V - Tarifvertrag Versorgungsbetriebe
  • lineare Entgelterhhung in 2 Stufen:
    • 01.03.2014: +3,3%
    • 01.03.2015: +2,4%

6. sonstige Regelungen

  • stufengleiche Hhergruppierung im Bereich des Bundes ab 01.03.2014
vollstndiges Protokoll der Tarifeinigung

Sonderseite zur Besoldungsrunde 2014 der Bundesbeamten

Chronologie zur Tarifrunde 2014

20.05.2014
Die Redaktionsverhandlungen zum Tarifvertrag wurden nun abgeschlossen. Damit treten die Neuregelungen in Kraft und wir schlieen diese aktuelle Seite zur Tarifrunde 2014/2015. Im Februar 2016 beginnt unsere Berichterstattung zur Tarifrunde TVD 2016.

29.04.2014
87,3% der Mitglieder der Gewerkschaft ver.di im Bereich Bund und Kommunen haben der Tarifeinigung zugestimmt.

04.04.2014
In der Frankfurter Allgemeine Zeitung erscheint ein Kommentar zur Politik der Sockelbetrge der Gewerkschaft ver.di. Dies sei Klientelpolitik zu Gunsten der unteren Entgeltgruppen und leiste damit der Grndung von Spartengewerkschaften Vorschub:
"Tatschlich aber ist Verdis neue Sockeltarifpolitik zugunsten der unteren Tarifgruppen viel eher eine Ansage, dass hier die Gewerkschaft der Mllwerker, Straenbahn- und Busfahrer auftritt, hinter deren Mehrheitswillen die Belange anderer Gruppen zurckstehen sollen. Das ist zwar verstndlich, da die Genannten fr Verdi eben die dominierende Mitgliederklientel sind - und nicht etwa IT-Spezialisten oder Verwaltungsjuristen. Doch genau hier ist auch der wunde Punkt: Je strker der Mehrheitswille der eigenen Klientel den Interessenausgleich in der Belegschaft in den Hintergrund drngt, desto mehr wird aus der Branchen- eine Spartengewerkschaft. [...]
Das fhrt aber auch dazu, dass eine unausgewogene Tarifpolitik viel eher die zu kurz Gekommenen frustriert. Ihnen bleibt im ffentlichen Dienst in letzter Konsequenz nur ein Weg, sich der Knute der Mehrheitsgewerkschaft zu entziehen - die Grndung einer Spartengewerkschaft, die dann hhere Tariflhne speziell fr sie erstreikt."

02.04.2014 (c) - Stimmen zum Tarifabschlu
Thomas de Maizire, Bundesinnenminister:
"Insgesamt haben wir nach schwierigen Verhandlungen ein aus unserer Sicht gutes und faires Ergebnis erzielt. Dabei haben wir die Kosten fr die Steuerzahler ebenso bercksichtigt wie die berechtigten Wnsche der Beschftigten im ffentlichen Dienst in Bund und Kommunen nach einer Lohnerhhung."
Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di:
"Dieses Tarifergebnis liegt in der Spitzengruppe der diesjhrigen Abschlsse. Durch den Mindestbetrag profitieren vor allem untere und mittlere Entgeltgruppen von einer berdurchschnittlichen Reallohnsteigerung"
Gerd Landsberg, Hauptgeschftsfhrer des Deutschen Stdte- und Gemeindebundes:
"Am Ende zahlt immer der Brger die Zeche"
Mitteldeutsche Zeitung:
"Der Tarifabschluss fr den ffentlichen Dienst ist vor allem fr die Beschftigten eine gute Nachricht. So ansehnlich ist das Gehaltsplus fr Erzieherinnen, Krankenschwestern und Mllarbeiter in den vergangen Jahren nie gewesen. Und das liegt vor allem an dem Sockelbetrag, den alle bekommen und der bei den unteren Einkommensgruppen stark zu Buche schlgt. So wird der Kompromiss den untersten Berufsgruppen eine Lohnerhhung von bis zu 7,6 Prozent gewhren."
Allgemeine Zeitung Mainz:
"Wohl dem Land, das sich solche Tarifabschlsse leisten kann. Den Arbeitnehmern insbesondere in den unteren Lohngruppen seien die - in Summe ber zwei Jahre - 7,6 Prozent Plus gegnnt. [...] Allein, der Hinweis darauf, dass die Einigung nicht im luftleeren Raum erzielt wird, muss trotzdem erlaubt sein. Die Groe Koalition hatte die Weichen fr einen ordentlichen Schluck aus der Pulle lngst gestellt: Wer einen Mindestlohn einfhren mchte, muss die unteren Gehaltsgruppen einigermaen von diesem Mindestlohn entfernen, will man nicht die bisherige Form der Tarifautonomie sofort zum Auslaufmodell erklren. Entweder haben "GroKo" und Gewerkschaften dabei abgesprochen agiert, oder Frank Bsirske hat einmal kurz gelacht und eine strategische Falle, die die Regierung sich selbst gestellt hat, zielsicher zuschlagen lassen."
Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"Sockelbetrag, Mindesterhhung, soziale Komponente - ber diese seltsamen Wortschpfungen ist im ffentlichen Dienst viel gestritten worden. Nun wird das Ergebnis an einer hnlich seltsamen Skala gemessen: Soziale Komponenten jeglicher Art gelten als vorsichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit, Sockelbetrge als besonders beherzt. Und deshalb sind nun, nach alter tarifpolitischer Logik, die Mindesterhhungen die "goldene Mitte". Dabei gibt es nur einen kleinen Unterschied zum Sockelbetrag: Die 90 Euro je Monat werden auf die prozentuale Tariferhhung angerechnet. Dennoch werden ber die Wahl der Gerechtigkeitswerkzeuge groe Debatten gefhrt, deren Faszination inzwischen auch viele Beobachter in den Bann zieht. Leider wird der Vorgang damit umso mehr zum schaurigen Beispiel, wie weit die Realitten aus dem Blick geraten sind. Zur Erinnerung: Am Beginn der Tarifrunde stand die Erkenntnis, dass der ffentliche Dienst mehr Fachkrfte gewinnen msse - nun steigen die Lhne fr einfache Arbeiten am strksten. Irgendwie passt das zur Rentenpolitik der Koalition: Eigentlich wollte sie Altersarmut bekmpfen - nun lockt sie die Facharbeiterelite in den Vorruhestand."
Junge Freiheit:
"Die wirtschaftliche Kraft Deutschlands liegt in der Privatwirtschaft. Die Angestellten dort sollten entlastet werden. Mit diesem Tarifabschlu erreicht der Teufelskreis aus steigenden Steuereinnahmen und steigenden Staatsausgaben eine neue Stufe. Ziel der Politik mu es sein, den Arbeitnehmern, auch im ffentlichen Dienst, mehr Netto vom Brutto zu lassen. Das rckt nun in weite Ferne. Vermittelbar ist das schon lange nicht mehr."

02.04.2014 (b)
Hier ein Vergleich der Gewerkschaftsforderung mit dem Ergebnis der Tarifverhandlungen:

Forderung
ver.di
Ergebnis
11.02.201401.04.2014
Entgelterhhung 2014 +100 €
+3,5%
 
+3,0%
min. 90 €
Entgelterhhung 2015
-
+2,4%
Jahresurlaub
30 Tage
30 Tage
Laufzeit
12 Monate
24 Monate
Beispiele TVD 2014
1. Erhhungsschritt
Forderung
ver.di
Ergebnis
E 1/Stufe 2
+10,2%
+5,8%
E 5/Stufe 4
+7,7%
+3,7%
E 8/Stufe 6
+7,0%
+3,1%
E 9/Stufe 5
+6,5%
+3,0%
E 11/Stufe 3
+6,5%
+3,0%
E 13/Stufe 4
+5,9%
+3,0%
E 15/Stufe 5
+5,4%
+3,0%

Im Folgenden noch zwei Tabellen zur Auswirkung des Garantiebtrags in Euro-Betrgen. Die linke Tabelle stellt das tatschliche Verhandlungsergebnis dar, die rechte ist eine Beispielrechnung, wie es aussehen wrde, wenn die Tarifverhandlung zu keinem Garantiebetrag aber dafr zu einer um 0,3 Prozentpunkten hheren linearen Entgeltsteigerung gefhrt htte.
Die in den beiden Tabellen angegebenen Entgeltwerte sind Monatsbetrge unter anteilsmiger Bercksichtigung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).

Auswirkung des Garantiebetrags in Euro

Darstellung der Auswirkung des Garantiebetrags
von 90 € im Vergleich zu einer linearen
Tariferhhung ohne Garantiebetrag
Vergleichsrechnung zu linear +3,3%

So wrde es im Vergleich zum tatschlichen
Verhandlungsergebnis aussehen, wenn statt dessen
eine Tarifeinigung auf +3,3% ohne Garantiebetrag
zu Stande gekommen wre
 
123456
E 150,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 140,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 130,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 12 1,10
0,58
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 11 4,42
2,16
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 10 7,74
3,75
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 9 18,05
9,03
 9,59
4,65
 5,15
2,47
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
E 8 23,21
11,69
 15,25
7,49
 11,52
5,60
 8,17
3,91
 4,45
2,10
 2,11
1,00
E 7 27,90
14,23
 20,46
10,27
 15,62
7,70
 11,89
5,79
 9,11
4,45
 6,51
3,06
E 6 29,24
15,00
 21,94
11,06
 18,22
9,08
 14,69
7,15
 12,26
6,00
 9,85
4,75
E 5 32,06
16,55
 25,11
12,70
 21,57
10,78
 18,04
8,94
 15,42
7,63
 13,56
6,64
E 4 35,27
18,40
 28,64
14,71
 24,18
12,25
 21,57
10,78
 18,96
9,39
 17,44
8,66
E 3 36,27
19,00
 29,75
15,30
 27,90
14,23
 24,91
12,64
 22,68
11,45
 20,64
10,32
E 2 40,96
21,63
 34,96
18,26
 33,11
17,18
 31,25
16,11
 27,16
13,84
 22,87
11,52
E 1 
 
 47,03
24,88
 46,14
24,73
 45,02
24,14
 43,98
23,42
 41,30
21,90
[Link zu dieser Tabelle]

obere Zeile: brutto
untere Zeile: netto

 keine Auswirkung
 weniger als 20 € brutto (10 € netto)
 weniger als 40 € brutto (20 € netto)
 40 € brutto (20 € netto) und mehr
123456
E 15+12,48
+5,75
+13,86
+6,07
+14,36
+6,24
+16,18
+6,76
+17,55
+9,04
+18,47
+9,51
E 14+11,31
+5,97
+12,54
+5,80
+13,27
+5,91
+14,36
+6,24
+16,02
+6,81
+16,94
+8,69
E 13+10,42
+4,57
+11,56
+6,01
+12,18
+5,75
+13,37
+6,00
+15,04
+6,31
+15,74
+6,65
E 12+8,40
+3,99
+10,53
+4,67
+12,00
+5,68
+13,31
+6,02
+14,96
+6,32
+15,69
+6,69
E 11+4,73
+2,32
+10,15
+4,47
+10,89
+4,76
+12,00
+5,68
+13,60
+6,02
+14,34
+6,14
E 10+1,09
+0,57
+9,79
+4,36
+10,53
+4,67
+11,27
+5,07
+12,66
+5,91
+13,01
+5,94
E 9-10,25
-5,15
-0,95
-0,47
+3,93
+1,87
+10,28
+4,55
+11,20
+4,73
+11,94
+5,72
E 8-15,86
-7,97
-7,10
-3,52
-3,00
-1,42
+0,69
+0,35
+4,77
+2,26
+7,35
+3,45
E 7-21,02
-10,70
-12,82
-6,43
-7,50
-3,75
-3,41
-1,65
-0,35
-0,18
+2,52
+1,24
E 6-22,49
-11,57
-14,46
-7,24
-10,37
-5,16
-6,49
-3,13
-3,81
-1,79
-1,16
-0,54
E 5-25,59
-13,25
-17,94
-9,03
-14,05
-7,02
-10,17
-5,00
-7,29
-3,58
-5,25
-2,54
E 4-29,12
-15,17
-21,83
-11,23
-16,93
-8,52
-14,05
-7,02
-11,19
-5,61
-9,51
-4,76
E 3-30,23
-15,85
-23,06
-11,83
-21,02
-10,70
-17,73
-8,97
-15,29
-7,70
-13,03
-6,50
E 2-35,38
-18,75
-28,78
-15,00
-26,74
-13,87
-24,69
-12,74
-20,20
-10,25
-15,49
-7,86
E 1 
 
-42,05
-22,29
-41,08
-22,07
-39,84
-21,30
-38,70
-20,68
-35,75
-19,04
[Link zu dieser Tabelle]

obere Zeile: brutto
untere Zeile: netto

 Verbesserung
 Verschlechterung von weniger als 20 € brutto
 Verschlechterung von weniger als 40 € brutto
 Verschlechterung von mehr als 40 € brutto

02.04.2014 (a)
Die Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband der Kommunen VKA verffentlichen in ihren Pressemitteilungen widersprchliche Schlagzeilen zum Tarifabschlu:
  • ver.di: "5,7 Prozent mehr Geld in zwei Jahren - zwei Stufen, 90 Euro Mindestbetrag, 30 Tage Urlaub"
  • VKA: "Tarifeinigung: 5,4 Prozent fr zwei Jahre, mindestens 90 Euro"

Die lineare Brutto-Gehaltserhhung ber die Tariflaufzeit betrgt 5,472% . Unter Bercksichtigung des Garantiebetrags von 90 € ergeben sich je nach Entgeltgruppe und Stufe unterschiedliche Gehaltserhhungen wie in der folgenden Tabelle dargestellt:

123456
E 155,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 145,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 135,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 125,51% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 11 5,62% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 105,74% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47% 5,47%
E 96,18% 5,81% 5,65% 5,47% 5,47% 5,47%
E 86,44% 6,05% 5,89% 5,76% 5,62% 5,54%
E 76,72% 6,30% 6,06% 5,90% 5,79% 5,69%
E 66,80% 6,37% 6,19% 6,02% 5,92% 5,82%
E 57,00% 6,55% 6,35% 6,18% 6,06% 5,97%
E 47,23% 6,76% 6,50% 6,35% 6,22% 6,15%
E 37,31% 6,84% 6,72% 6,54% 6,41% 6,31%
E 27,73% 7,21% 7,07% 6,94% 6,67% 6,42%
E 1  8,38% 8,27% 8,15% 8,03% 7,76%
Bei allen rot markierten Tabellenfeldern wirkt sich der Garantiebetrag nicht aus. Bei den rot oder orange markierten Tabellenfeldern betrgt die Entgelterhhung weniger als die von ver.di angegebenen 5,7%.
Bei den restlichen Tabellenfeldern liegt die Entgelterhhung darber. Diese profitieren damit vom Garantiebetrag.

 5,472%
 bis 5,7%
 
 mehr als 5,7%
 6% und mehr
 7% und mehr
[Link zu dieser Tabelle]

Die Pressemitteilung der Tarifpartner im berblick:

01.04.2014
Die Verhandlungsfhrer des Bundes, der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde und der Gewerkschaften einigen sich nach 3 Verhandlungsrunden auf das folgende Tarifergebnis:

  • Laufzeit des neuen Tarifvertrages: 01.03.2014 bis 29.02.2016 (2 Jahre)
  • Gehaltserhhung in 2 Stufen:
    • 01.03.2014: +3,0% mindestens +90 €
    • 01.03.2015: +2,4%
  • Jahresurlaub: knftig 30 Tage fr alle
  • Auszubildende:
    • 01.03.2014: +40 €
    • 01.03.2015: +20 €
    • Jahresurlaub: knftig 28 Tage
  • Versorgungsbetriebe:
    • 01.03.2014: +3,3%
    • 01.03.2015: +2,4%

Die vollstndige Tarifeinigung im Wortlaut

Die folgenden Tabellen stellen lediglich eine Hochrechnung von ffentlicher-dienst.info dar und knnen sich daher im Rahmen der Redaktionsverhandlungen der Tarifpartner noch geringfgig verndern.

gltig abErhhunggltig bisTVD VKA (Kommunen)TVD Bund
linearmin.
01.03.2014
+3,0%
90 €
28.02.2015 Tabelle 2014 Rechner 2014 Analyse Tabelle 2014 Rechner 2014 Analyse
01.03.2015
+2,4%
-
29.02.2016 Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse

Die Tarifeinigung TVD fhrt auch bei den Entgelttabellen der "Besonderen Teile" des TVD, nmlich der Pflege- und Betreuungseinrichtungen (TVD-B), der Krankenhuser (TVD-K), der Sparkassen (TVD-S) sowie den Sozial- und Erziehungsdiensten (TVD-SuE) und beim Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) zu neuen Entgelttabellen:

gltig abErhhunggltig bisTVD-BTVD-KTVD-S
linearmin.
01.03.2014
+3,0%
90 €
28.02.2015 Tabelle 2014 Rechner 2014 Tabelle 2014 Rechner 2014 Tabelle 2014 Rechner 2014
01.03.2015
+2,4%
-
29.02.2016 Tabelle 2015 Rechner 2015 Tabelle 2015 Rechner 2015 Tabelle 2015 Rechner 2015

gltig abErhhunggltig bisTVD SuETV-V
linearmin.
01.03.2014
+3,0%
90 €
28.02.2015 Tabelle 2014 Rechner 2014 Tabelle 2014 Rechner 2014
01.03.2015
+2,4%
-
29.02.2016 Tabelle 2015 Rechner 2015 Tabelle 2015 Rechner 2015

Die Entgelttabellen der "Besonderen Teile" Verwaltung (TVD-V), Flughfen (TVD-F) und Entsorgung (TVD-E) entsprechen der Basis-Entgelttabelle des TVD/VKA und sind deshalb an dieser Stelle nicht gesondert dargestellt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizire kndigt die bernahme des Tarifergebnisses auf die Besoldung der Bundesbeamten an:
"Ich werde dem Bundeskabinett im Einvernehmen mit dem Finanzminister einen Gesetzentwurf vorlegen. Darin wird das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Bundesbeamten bertragen."

Sonderseite zur Besoldungsrunde 2014 der Bundesbeamten

31.03.2014
Nach Ansicht des Deutsche Beamtenbundes dbb steht die Entscheidung bei den Tarifverhandlungen kurz bevor. Deren Verhandlungsfhrer Willi Russ betont: "Guten Willen auf beiden Seiten vorausgesetzt, knnen wir den Sack jetzt zumachen. Alle wissen, worum es geht und wo der Knackpunkt liegt. Wenn die Arbeitgeber sich in Sachen sozialer Komponente noch mehr auf die Gewerkschaften zubewegen, kommt die Einigung schnell in Sichtweite."
Auf der Arbeitgeberseite sagte Verhandlungsfhrer Bhle (VKA) vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde, es werde zustzlich zur linearen Gehaltssteigerung auch eine "soziale Komponente" geben. Er lie weiterhin offen, wie diese ausgestaltet werden soll.

Der Verhandlungstag ging am frhen Abend ergebnislos zu Ende. Die Gesprche sollen am nchsten Tag fortgesetzt werden.

29.03.2014
Wir haben auch zu dieser Tarifrunde wieder eine Statistik zur Gehaltsentwicklung im ffentlichen Dienst im Vergleich zur Gesamtwirtschaft erstellt:

26.03.2014
Seitens des kommunalen Arbeitgeberverbands werden die laufenden Warnstreiks heftig kritisiert. VKA-Hauptgeschftsfhrer Manfred Hoffmann: "Arbeitsniederlegungen sind zum jetzigen Zeitpunkt vllig berzogen. Wir fordern die Gewerkschaften dazu auf, ihre Energie auf die Verhandlungen zu lenken".
Allerdings haben die Arbeitgeber bis heute kein Tarifangebot vorgelegt.

24.03.2014
In dieser Woche sind wieder zahlreiche Warnstreiks geplant. Die von den Gewerkschaften angekndigten Schwerpunktbereiche sind in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Mo, 24.03. Berlin
Baden-Wrttemberg
  • Heilbronn (Stadt und Landkreis)
Di, 25.03. Rheinland-Pfalz
  • landesweite Streiks
  • Kundgebung in Mainz
Niedersachsen
  • Kitas in Hannover und Braunschweig
  • PNV Region Hannover
  • PNV Braunschweig, Hildesheim, Gttingen, Goslar
Hessen
  • Sdhessen
  • Mittelhessen
  • Kundgebungen: Gieen, Frankfurt
Bremen
Saarland
Mi, 26.03. Baden-Wrttemberg
  • Stuttgart mit Grokundgebung
  • Reutlingen, Tbingen, Esslingen, Gppingen, Geislingen, Nrtingen
  • Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden (mit Kundgebung)
Niedersachsen
  • PNV Region Hannover
  • PNV Braunschweig, Hildesheim, Gttingen, Osnabrck, Wilhelmshaven
Hessen
  • Osthessen
  • Nordhessen
  • Grokundgebung: Kassel
Bayern
  • Kundgebungen: Mnchen und Nrnberg
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Do, 27.03. Nordrhein-Westfalen
  • Kitas, Kliniken, Theater, Stadtverwaltungen, Seniorenheime, Sparkassen, Mllabfuhr, Wasserwerke, Jobcenter, ffentliche Bder, Schleusen, Stadtwerke, Bauhfe
  • PNV im Ruhrgebiet
  • PNV Kln, Dsseldorf, Aachen, Bielefeld, Paderborn, Mnsterland, Krefeld, Mnchengladbach, Niederrhein, Remscheid, Solingen, Hagen, Ldenscheid, Sdwestfalen, Wuppertal
  • Flughafen Kln-Bonn und Dsseldorf (Bodenpersonal)
  • Grokundgebungen:
    Dortmund, Kln, Duisburg und Bielefeld
Bayern
  • Flughafen Mnchen
  • Stadtwerke und Wasserschiffahrtsmter
Hessen
  • Flughafen Frankfurt
Thringen
  • Grokundgebung in Erfurt

21.03.2014 (b)
Die Tarifverhandlungen wurden ergebnislos vertagt, seitens der Arbeitgeber wurde weiterhin kein Angebot vorgelegt. Ver.di-Chef Bsirske: "Die Gesprche waren konstruktiv und es gab an einigen Punkten Annherungen. In wichtigen Fragen sind die Positionen aber noch deutlich auseinander".
Fr die kommenden Woche wird daher mit einer Verschrfung der Warnstreiks gerechnet.

21.03.2014 (a)
Bundesinnenminister de Maizière erklrte vor Beginn der Verhandlungen, da die Arbeitgeberseite zu einer "sozialen Komponente" bereit sei. Er halte den von den Gewerkschaften geforderten Sockelbetrag in Hhe von 100 € allerdings fr hochproblematisch. Mit einem Tarifabschlu noch in dieser Verhandlungsrunde rechne er nicht.
Der Verhandlungsfhrer des dbb (frher: Deutscher Beamtenbund) Willi Russ sagte: "es gibt Zeichen der Annherung, aber es reicht noch nicht".

Zeitgleich zu den laufenden Tarifverhandlungen weist das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung auf einen berschu von 1,1 Milliarden Euro hin, welchen die deutschen Kommunen im Jahr 2013 in Summe erwirtschaftet haben:
"Fr die Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbnde (ohne Stadtstaaten) errechnete sich im Jahr 2013 nach Ergebnissen der vierteljhrlichen Kassenstatistik ein Finanzierungsberschuss von insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro."

20.03.2014
Vor Beginn der zweiten Runde der Tarifverhandlungen ruft der Hauptgeschftsfhrer des Stdte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, die Gewerkschaften zur Migung auf. Insbesondere sollten berproportinale Lohnzuwchse in den unteren Entgeltgruppen vermieden werden, um keine Verlagerung dieser Ttigkeiten in die lohngnstigere Privatwirtschaft zu begnstigen.
Ver.di-Chef Bsirske kndigt eine Verschrfung der Warnstreiks fr den Fall an, da die Arbeitgeber wiederum kein "verhandlungsfhiges Angebot" vorlegen.
Bundesinnenminister de Maizière sagte dem Handelsblatt, er habe "einige Ideen" fr einen mglichen Kompromi zu den Verhandlungen mitgebracht.

Bis zum Abend legen die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die Verhandlungen sollen jedoch am nchsten Tag weitergefhrt werden.

19.03.2014
Am heutigen dritten Tag der Warnstreiks beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 40.000 Mitarbeiter an den Arbeitsniederlegungen. Schwerpunkte lagen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie den Regionen Stuttgart, Frankfurt am Main und Hannover.
Seitens mehrer Arbeitgeberverbnde wird der frhe Zeitpunkt der Warnstreiks kritisiert.

15.03.2014
Im Folgenden sind die von Bundesinnenminister de Maizière aus der EU-Studie zur Bezahlung im ffentlichen Dienst im Vergleich zur Privatwirtschaft verwendeten Diagramme dargestellt:
Im ersten Diagramm der Vergleich der Vergtung der Beschftigten und Beamten im ffentlichen Dienst mit Beschftigten der Privatwirtschaft in den Jahren 2006 und 2010 in den einzelnen EU-Staaten. Im zweiten Diagramm die Werte des Jahres 2010 aufgeschlsselt nach Bildungsgraden, wobei "Tertiary" im wesentlichen Universitts- und Fachhochschulabschlssen entspricht sowie Abschlssen als staatlich geprfte Techniker oder Betriebswirte (Fachschule) (ISCED 97 Level 5 und 6). Werte oberhalb der 0%-Line bedeuten nach Aussage der Studie eine durchschnittlich hhere Vergtung im ffentlichen Dienst, Werte unterhalb eine niedrigere Vergtung im Vergleich zur Privatwirtschaft.

Quelle:

14.03.2014
Nach einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wies Bundesinnenminister de Maizière auf eine Vergleichsstudie der EU-Kommission hin, nach der die Entlohnung im ffentlichen Dienst in Deutschland "erheblich hher" als im Privatsektor liege. Der Vorsprung betrage 25%, wobei das Entgeltniveau bei Akademikern 17% geringer sei als das Vergleichsniveau der Privatwirtschaft. Aus diesem Grund lehne er jegliche Sockelbetrge ab.

13.03.2014 (b) - 1. Verhandlungsrunde
Zur ersten Verhandlungsrunde der Tarifrunde TVD 2014 wird seitens der Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.
Die Gewerkschaften kndigen fr die kommende Woche Warnstreiks an, wobei unter anderem Kindertagessttten bestreikt werden sollen.

13.03.2014 (a)
Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, erwartet vor Beginn der ersten Verhandlungsrunde von den Arbeitgebern eine "deutliche Reallohnsteigerung" und verweist auf die Erhhung der Diten der Bundestagsabgeordneten um ca. 10% sowie auf das Tarifergebnis der Druckindustrie von 3,4%.
Bundesinnenminister Thomas de Maizire (CDU) hlt die Tarifforderung der Gewerkschaften fr berzogen und sieht auch keinen Nachholbedarf gegenber der Privatwirtschaft.

12.03.2014
Am Vortag des Beginns der Tarifverhandlungen TVD bringen sich Gewerkschaften und Arbeitgeberseite in Stellung. Seitens der Gewerkschaften werden die vor einem Monat verffentlichen Tarifforderungen bekrftigt, seitens der Arbeitgeberverbnde zurckgewiesen.

12.02.2014
In den folgenden Tabellen ist die prozentuale Entgelterhhung nach den Gewerkschaftsforderungen fr alle Entgeltgruppen und Stufen dargestellt:

brutto
netto
123456
E 15+6.1%+5.9%+5.8%+5.5%+5.4%+5.3%
E 14+6.4%+6.1%+6.0%+5.8%+5.5%+5.4%
E 13+6.6%+6.3%+6.2%+5.9%+5.7%+5.6%
E 12+7.0%+6.6%+6.3%+6.0%+5.7%+5.6%
E 11+7.1%+6.8%+6.5%+6.3%+5.9%+5.8%
E 10+7.3%+6.9%+6.6%+6.4%+6.1%+6.0%
E 9+7.7%+7.3%+7.1%+6.7%+6.5%+6.3%
E 8+8.0%+7.6%+7.4%+7.3%+7.1%+7.0%
E 7+8.3%+7.9%+7.6%+7.4%+7.3%+7.2%
E 6+8.4%+8.0%+7.8%+7.6%+7.5%+7.3%
E 5+8.7%+8.2%+7.9%+7.7%+7.6%+7.5%
E 4+8.9%+8.4%+8.1%+7.9%+7.8%+7.7%
E 3+9.0%+8.5%+8.3%+8.1%+8.0%+7.9%
E 2+9.5%+8.9%+8.7%+8.6%+8.3%+8.0%
E 1+10.2%+10.1%+10.0%+9.8%+9.5%
   
123456
E 15+5.0%+4.6%+4.4%+4.4%+5.1%+5.1%
E 14+5.3%+5.0%+4.7%+4.4%+4.3%+5.3%
E 13+4.9%+5.5%+5.1%+4.7%+4.4%+4.3%
E 12+5.3%+4.9%+5.2%+4.8%+4.4%+4.3%
E 11+5.6%+5.0%+4.8%+5.2%+4.7%+4.5%
E 10+5.7%+5.2%+4.9%+5.3%+5.0%+4.9%
E 9+6.1%+5.8%+5.6%+5.0%+5.2%+5.2%
E 8+6.3%+6.0%+5.8%+5.7%+5.5%+5.4%
E 7+6.6%+6.2%+6.0%+5.8%+5.7%+5.6%
E 6+6.7%+6.3%+6.1%+6.0%+5.9%+5.8%
E 5+6.8%+6.4%+6.3%+6.1%+6.0%+5.9%
E 4+7.0%+6.6%+6.4%+6.3%+6.1%+6.1%
E 3+7.1%+6.7%+6.6%+6.4%+6.3%+6.2%
E 2+7.4%+7.0%+6.9%+6.8%+6.5%+6.3%
E 1+7.8%+7.8%+7.7%+7.7%+7.4%

(ausfhrliche Darstellung siehe Analyse der Entgelttabelle)

11.02.2014
Die Gewerkschaft ver.di gibt ihre Forderungen zur Tarifrunde TVD 2014 bekannt. Demnach sollen die Tabellenentgelte pauschal um 100 Euro und anschlieend linear um 3,5% angehoben werden. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrags soll 1 Jahr betragen.
Durch den pauschalen Sockelbetrag von 100 Euro ergeben sich Steigerungen des Brutto-Gehalts zwischen 10,2% bei der Entgeltgruppe E 1/Stufe 2 und 5,2% bei E 15/Stufe 6.
Des weiteren beinhaltet die Forderung die Festlegung des Urlaubsanspruchs auf einheitlich 30 Tage und damit die Abkehr von der bisherigen Staffelung nach Alter.

Die Arbeitgeberseite weist die Tarifforderungen umgehend zurck.

Bundesinnenminister Thomas de Maizire rechnet angesichts der seiner Ansicht nach wesentlich zu hohen Tarifforderung mit sehr schwierigen Tarifverhandlungen: "Natrlich wird am Ende eine Lohnerhhung auch fr den ffentlichen Dienst stehen. Aber was die Gewerkschaften jetzt fordern, ist malos berzogen. Es bedeute eine Forderung von rund sieben Prozent, das ist sogar mehr als die Gewerkschaften im privaten Bereich fordern, und das nur fr ein Jahr. Fr den Bund und die Kommunen wrde das Milliarden Kosten bedeuten. Unsere Haushalte sind noch mit hohen Schulden belastet, das gilt insbesondere fr die Kommunen. Niemand kann sich einen solchen Abschluss leisten. Ich rechne leider mit sehr schwierigen Verhandlungen."

Thomas Bhle, Prsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde (VKA) erklrt: "Insgesamt haben die Forderungen ein Volumen von sechs Milliarden Euro. Das ist fr die Kommunen schlicht nicht darstellbar". Kritisiert wird auch der geforderte Sockelbetrag in Hhe von 100 Euro: "Mit einem Sockelbetrag steigen die Gehlter in den unteren und mittleren Entgeltgruppen berproportional stark. Hier liegen wir aber schon jetzt ber den Tarifen der Privatwirtschaft. Wenn wir weiter draufsatteln, steigt der Druck auf die Kommunen zu Privatisierungen, Outsourcing und Fremdvergabe. Ein Sockelbetrag fhrt damit letztlich zum Abbau von ffentlichen Arbeitspltzen."

15.01.2014
Der Bundesvorstand des Deutsche Bundeswehrverbands beschliet auf seiner Klausurtagung in Hamburg die Forderung nach Anhebung der Tabellenentgelte um linear 6,5% bei einem Mindesterhhungsbetrag von 70 €.

23.10.2013
Die Gewerkschaft ver.di kndigt die Entgelttabellen fristgem zum 28.02.2014. Eine konkrete Tarifforderung zur Tarifrunde TVD 2014 soll in einer Sitzung der Bundestarifkommission am 11.02.2014 beschlossen werden.