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Tarifrunde 2014 TVD

Pressemitteilung vom 01.04.2014 zum Tarifabschlu

Gewerkschaft ver.di

Tarifergebnis ffentlicher Dienst von Bund und Kommunen: 5,7 Prozent mehr Geld in zwei Jahren - zwei Stufen, 90 Euro Mindestbetrag, 30 Tage Urlaub

In den Tarifverhandlungen fr den ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit den Arbeitgebern in der dritten Runde ein Ergebnis erzielt: Danach steigen die Entgelte rckwirkend zum 1. Mrz 2014 um 3,0 Prozent, mindestens aber um 90 Euro, und zum 1. Mrz 2015 um weitere 2,4 Prozent. Die Ausbildungsvergtungen werden zu diesen Terminen um 40 bzw. 20 Euro erhht. Auerdem betrgt der Urlaubsanspruch ab 2014 fr alle Beschftigten einheitlich 30 Tage, fr Auszubildende steigt der Urlaubsanspruch von 27 auf 28 Tage. Darber hinaus wurde fr Auszubildende die faktische bernahmegarantie berall dort, wo bedarfsgerecht ausgebildet wurde, verlngert.

"Dieses Tarifergebnis liegt in der Spitzengruppe der diesjhrigen Abschlsse. Durch den Mindestbetrag profitieren vor allem untere und mittlere Entgeltgruppen von einer berdurchschnittlichen Reallohnsteigerung", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Da der Mindestbetrag von 90 Euro bis in mittlere Entgeltgruppen die vereinbarte lineare Erhhung von 3,0 Prozent bertrifft, summiert sich das Volumen der Lohnsteigerung im ersten Jahr auf 3,3 Prozent.

Bund und Gewerkschaften verstndigten sich zudem darauf, die Entwicklung befristeter Beschftigungsverhltnisse im ffentlichen Dienst bis September 2015 wissenschaftlich aufarbeiten und bewerten zu lassen. "Damit schaffen wir die Grundlage dafr, wirksam gegen die Ausweitung sachgrundloser Befristungen vorzugehen", betonte Bsirske.

Fr den Nahverkehr verweigerten die Arbeitgeber eine Zulage oder zustzliche freie Tage als Ausgleich fr die Belastung, insbesondere im Fahrerbereich. Deshalb mssen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen die Tarifverhandlungen fr den Nahverkehr fortgesetzt werden. Auch fr die Krankenhuser waren die Arbeitgeber nicht bereit, die Nachtdienstzuschlge um 75 Cent zu erhhen. "Dies ist bedauerlich, weil es der sonst von den Arbeitgebern geforderten Aufwertung gerade der Pflegeberufe eklatant widerspricht", so Bsirske.

Die Bundestarifkommission von ver.di hat die Annahme des Ergebnisses empfohlen. Jetzt werden die ver.di-Mitglieder im ffentlichen Dienst ber diese Empfehlung abstimmen. ver.di erwartet zudem die zeit- und wirkungsgleiche bertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten. Der Tarifvertrag sieht eine Laufzeit bis zum 29. Februar 2016 vor.