Angebot der Arbeitgeber: 3,0 Prozent mehr
In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen fr die Beschftigten im
ffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber ein
Angebot vorgelegt. Die kommunalen Arbeitgeber stehen damit zu der Zusage,
die Beschftigten an der allgemeinen Lohnentwicklung zu beteiligen.
Potsdam. In der Tarifrunde fr den ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen
haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. VKA und Bund bieten 3,0 Prozent
Entgeltsteigerung sowie weitere Verbesserungen. "Wir halten damit an unserer
Zusage fest, dass die Beschftigten im ffentlichen Dienst an der allgemeinen
Lohnentwicklung teilhaben sollen. Mit Gehaltssteigerungen von 3,0 Prozent,
verteilt auf zwei Jahre, erfllen wir diese Zusage", so Dr. Thomas Bhle,
Prsident und Verhandlungsfhrer der VKA.
Fr Auszubildende gibt es (wie von den Gewerkschaften gefordert) weitere
Verbesserungen durch die Vereinbarung eines pauschalen Lernmittelzuschusses
und die Erstattung von bernachtungs- und Verpflegungskosten beim Besuch
auswrtiger Berufsschulen.
"Das Volumen des Angebots beluft
sich allein fr die Entgeltsteigerung auf 2,7 Milliarden Euro. Bei einer
neuen Rekordverschuldung von 145 Milliarden Euro auf kommunaler Seite,
einem Investitionsstau von 132 Milliarden Euro in 2014 und erheblichen
Integrationskosten kommen wir den Gewerkschaften mit diesem Angebot weit
entgegen", so Bhle. Angesichts der prognostizierten Inflationsrate fr
dieses und nchstes Jahr bedeutet das Angebot eine sprbare Reallohnsteigerung
fr die Beschftigten.
Bestandteil des Angebots ist auch eine neue Entgeltordnung zum TVD fr den
Bereich der VKA, die die Eingruppierungsregelungen fr gut 1,8 Millionen
Beschftigte auf eine neue Grundlage stellen und fr viele Beschftigte
Verbesserungen bringen wird. Die letzten Detailregelungen sollen am Mittwoch
und Donnerstag dieser Woche ausgearbeitet werden.
"Mit einer Neujustierung der betrieblichen Altersversorgung wollen wir diese
zukunftssicher machen und sptere Leistungseinschnitte vermeiden. Wir erwarten
uns eine strkere Arbeitnehmereigenbeteiligung, so wie von den Gewerkschaften
mit den Lndern im Jahr 2015 vereinbart, fr alle Zusatzversorgungskassen",
so Bhle.
Die Gewerkschaften sind jetzt, da arbeitgeberseitig ein Angebot vorliegt,
aufgefordert, von weiteren Warnstreiks abzusehen und sich an konstruktiver
Kompromisssuche zu beteiligen.
Die Eckpunkte des Angebots:
- 3,0 Prozent Entgeltsteigerung, verteilt auf zwei Stufen: 1,0 Prozent ab dem 1. Juni 2016 und 2,0 Prozent ab dem 1. Juni 2017. Die lineare Erhhung gilt auch fr die Ausbildungs- und Praktikantenentgelte.
- Auszubildende:
- 3,0 Prozent Entgeltsteigerung, verteilt auf zwei Stufen: 1,0 Prozent ab dem 1. Juni 2016 und 2,0 Prozent ab dem 1. Juni 2017
- Bei dienstlichem/betrieblichem Bedarf werden Auszubildende zunchst befristet fr ein Jahr und im Anschluss daran unbefristet bernommen. Die entsprechende bisherige Regelung wird verlngert.
- Lernmittelzuschuss fr die Auszubildenden von 50 Euro brutto pro Ausbildungsjahr.
- Erstattung der Unterbringungskosten und Verpflegungszuschuss bei auswrtigem Berufsschulblockunterricht.
- Die Entgeltordnung des TVD fr den Bereich der VKA tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Die Kosten sind durch die Beschftigten angemessen hlftig zu kompensieren.
- Zustzliche Arbeitnehmereigenbeteiligung fr die betriebliche Altersversorgung von
- 0,2 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Einkommens ab 1. Juli 2016,
- 0,3 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Einkommens ab 1. Juli 2017,
- 0,4 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Einkommens ab 1. Juli 2018
Die zustzliche Arbeitnehmereigenbeteiligung ist unabhngig davon zu leisten, bei welcher Zusatzversorgungskasse die/der Beschftigte pflichtversichert ist. - Die tariflichen Regelungen zur Altersteilzeit werden um zwei Jahre verlngert.
- Mindestlaufzeit: 24 Monate