Durchbruch bei den Tarifverhandlungen: 3,2 % Lohnsteigerung in 2 Schritten innerhalb von 28 Monaten
Seehofer: "Historischer Durchbruch fr die Pflegekrfte."
In der dritten Tarifverhandlungsrunde fr die rund 2,3 Millionen Beschftigten im ffentlichen Dienst haben die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde (VKA) und ihr Verhandlungspartner, der Bund, gemeinsam mit den Gewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion ein Ergebnis erzielt.
Zum 1. April 2021 werden die Tabellenentgelte um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro, erhht und ab dem 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und gilt rckwirkend vom 1. September 2020 bis zum 31. Dezember 2022.
Die Beschftigten in den Krankenhusern und den Pflege- und Betreuungseinrichtungen profitieren darber hinaus von bis zu drei Zulagen:
So haben die Arbeitgeber die Einfhrung einer Pflegezulage vereinbart. Diese betrgt ab dem 1. Mrz 2021 70 Euro, ein Jahr spter wird sie auf 120 Euro angehoben. Die monatliche Intensivzulage wird in den kommunalen Krankenhusern ab dem 1. Mrz 2021 von 46,02 Euro auf 100 Euro mehr als verdoppelt. Zugleich wird die Zulage fr Beschftigte, die stndig Wechselschicht leisten, ab dem 1. Mrz 2021 von 105 Euro monatlich auf 155 Euro monatlich erhht.
Damit erhlt eine Pflegekraft bis Laufzeitende insgesamt ein Plus von durchschnittlich 2.700 Euro, eine Intensivpflegekraft sogar durchschnittlich 3.900 Euro.
Bundesinnenminister Seehofer: "Wir haben hart und lange miteinander verhandelt, aber es hat sich gelohnt. Auf den ffentlichen Dienst ist Verlass. Das hat sich auch in der Vergangenheit hufig in historischen Situationen gezeigt. Mit dem Tarifabschluss erhalten unsere Beschftigten im ffentlichen Dienst die Wertschtzung, die sie verdienen."
Alle Beschftigten sowie die Auszubildenden, Studierenden und Praktikantinnen/Praktikanten erhalten zur Abmilderung der besonderen Belastungen whrend der Corona-Pandemie eine nach Entgeltgruppen gestaffelte Sonderzahlung von durchschnittlich 400 Euro. Sie soll fr Beschftigte in den Entgeltgruppen 1 bis 8 bei 600 Euro, fr die Entgeltgruppen 9a bis 12 bei 400 Euro und in den Entgeltgruppen 13 bis 15 bei 300 Euro liegen. Auszubildende des Bundes sollen eine Prmie in Hhe von 200 Euro erhalten.
Insgesamt 50 Euro monatlich mehr fr Auszubildende, Studierende und Praktikantinnen/Praktikanten
Auch Auszubildende und Praktikanten sollen ab dem 1. Mrz 2021 25 Euro und ab dem 1. Mrz 2022 weitere 25 Euro pro Monat mehr erhalten. Die Studienentgelte steigen am 1. Mrz 2021 sogar um 50 Euro und ab 1. Mrz 2022 um weitere 25 Euro pro Monat.
Verlngerung der Mglichkeiten fr die Altersteilzeit
Die Regelungen zur Altersteilzeit und des FALTER-Arbeitszeitmodells werden fr Beschftigte des Bundes und der VKA bis zum 31. Dezember 2022 verlngert.
Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wird der Tarifabschluss wirkungsgleich auf die Beamtenbesoldung bertragen. Fr den Bund entstehen damit Kosten in Hhe von rund 1,2 Milliarden Euro.
Bundesinnenminister Seehofer: "Der Tarifabschluss liegt an der Grenze dessen, was fr uns in der derzeitgen Situation berhaupt verkraftbar ist. Er ist an vielen Stellen Pandemie orientiert. Fr die Pflegekrfte ist es ein histroischer Durchbruch."