Keine Einigung ohne nachhaltigen Inflationsausgleich - Tarifverhandlungen fr ffentlichen Dienst gescheitert
30.03.2023
"Die Arbeitgebenden haben es nicht verstanden", sagte dbb Chef Ulrich Silberbach nach dem Abbruch der dritten Verhandlungsrunde mit Bund und Kommunen am 30. Mrz 2023 in Potsdam.
"Bund und Kommunen respektieren die Sorgen und Nte ihrer Beschftigten nicht. Und sie schtzen Frustration und Entschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen falsch ein. Nur so ist zu erklren, dass sie uns hier wieder kein wirklich verbessertes Angebot vorgelegt haben. Das war zu wenig Bewegung in den wichtigen materiellen Fragen. Wir mssen Reallohnverluste verhindern und brauchen einen nachhaltigen Inflationsausgleich. Das war von Anfang an klar. Nach jetzigem Stand der Dinge sind die Arbeitgebenden dazu nicht bereit. Die Verhandlungen sind damit gescheitert. Jetzt stehen Schlichtung oder Urabstimmung und Vollstreik im Raum. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir kampfbereit sind, wenn es sein muss", machte Silberbach deutlich.
Sollte es zum Vollstreik kommen, seien hierfr allein der Bund und die kommunalen Arbeitgebenden verantwortlich. Silberbach: "Wir haben in den Verhandlungen viele Runden gedreht und sind berhaupt nicht vorangekommen. Also mssen wir jetzt den Druck nochmal erhhen und die Urabstimmung einleiten. Wenn Bund und Kommunen die Schlichtung anrufen, werden wir uns natrlich konstruktiv beteiligen. Wenn nicht, kann es ab Ende April berall im Land zu umfassenden Streikmanahmen im ffentlichen Dienst kommen. Ich bin berzeugt, der rger der Kolleginnen und Kollegen ber die Ignoranz der Arbeitgebenden wird zu einer hohen Beteiligung bei der Urabstimmung und zu einer groen Streikbereitschaft fhren. Leidtragende sind alle - Beschftigte genauso wie Brgerinnen und Brger."