Tarifkonflikt im ffentlichen Dienst - Scharfe Kritik an Falschdarstellungen der Arbeitgeberseite
Klemmer: Ein solches Angebot hat es nicht gegeben
Berlin. Die Arbeitgeber von Bund und Kommunen haben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge der Gewerkschaftsseite kein Angebot in Hhe von "8 Prozent mehr Lohn und 300 Euro Mindestbetrag" whrend der dritten Runde der Tarifverhandlungen in dieser Woche in Potsdam unterbreitet. "Da wurde etwas in die ffentlichkeit kolportiert, was dem Verhandlungsverlauf in keiner Weise entspricht", bekrftigte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und Tarifexperte Ren Klemmer.
Die Beschftigten in den Sicherheitsbehrden htten kein Verstndnis dafr, wenn mit "offensichtlich falschen Angaben noch vor dem Schlichtungsverfahren Stimmungen geschrt und Vertrauensverlust einkalkuliert werde", kritisierte Klemmer.
Ernsthafte Schlichtung brauche Vertrauen, unterstrich GdP-Vize Klemmer. "Ich rufe die Arbeitgeberseite auf, mit erheblich grerem Einigungswillen, als sie es bislang prsentiert hat, in das Schlichtungsverfahren zu gehen." Es gehe darum, Arbeitskmpfe zu vermeiden. Das Gebaren der Arbeitgeber sorge momentan dafr, noch mehr junge Leute von einem Job im ffentlichen Dienst abzuschrecken.
Nach Einschtzung der GdP ist auch in den Sicherheitsbehrden die Aktionsbereitschaft hoch. Klemmer: "Unser vordringliches Ziel ist es, fr die Tausenden von Beschftigten in den unteren Entgeltgruppen, von denen nicht wenige in teuren Ballungsrumen arbeiten, eine deutliche Entlastung zu schaffen. Davon lassen wir uns nicht abbringen."