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Tarifrunde 2023 TVD

Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di vom 11.10.2022

ffentlicher Dienst fr Bund und Kommunen: ver.di fordert Einkommenserhhungen um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich

11.10.2022
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert fr die rund 2,5 Millionen Beschftigten des ffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwlf Monaten. Die Ausbildungsvergtungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft am Dienstag (11. Oktober 2022) in Berlin beschlossen. Das Ergebnis soll spter zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie Versorgungsempfngerinnen und -empfnger bertragen werden.

"Die Inflationsentwicklung, Lebensmittel- und insbesondere Energiepreise reien tiefe Lcher in die Haushaltskassen der Beschftigten. Viele von ihnen wissen nicht, wie sie sich und ihre Familien ber Wasser halten knnen, einige knnen ihre Mieten oder Heizkosten nicht mehr zahlen", betont der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. "Die Sicherung der Einkommen durch einen Inflationsausgleich, insbesondere fr die Beschftigten mit mittleren und eher niedrigen Einkommen, steht fr uns im Zentrum der Tarifrunde." Sie wrden durch die jetzige Inflation umso mehr getroffen werden, weil der Tarifabschluss 2020 pandemiebedingt zu Reallohnverlusten gefhrt htte.

Dazu komme auerdem, dass die Beschftigten im ffentlichen Dienst zahlreiche zustzliche Aufgaben bernehmen mssen, beispielsweise in Verbindung mit Geflchteten oder pandemiebedingte Aufgaben. Das fhre in Kombination mit der ohnehin angespannten Personalsituation zu massiven Arbeitsbelastungen. Zu wenig Neueinstellungen wrden die Situation zustzlich verschrfen. Es gebe nicht nur einen Mangel an Arbeitskrften in einzelnen Bereichen, sondern im ffentlichen Dienst wrde es bis 2030 einen Personalbedarf von rund einer Million Beschftigten geben. Im Wettbewerb mit privaten Unternehmen sei der ffentliche Dienst bei der Arbeitskrftegewinnung aufgrund der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen jedoch hufig nicht attraktiv genug. Es msse alles getan werden, um den ffentlichen Dienst wieder attraktiver zu machen, dazu gehrten vor allem auch hhere Entgelte.

In der Corona-Pandemie htten die Beschftigten im ffentlichen Dienst gezeigt, dass sie das Land zusammenhalten und sich tglich fr die Daseinsvorsorge aller Brgerinnen und Brger einsetzen wrden. Nun sei es an der Zeit, auch sie durch bessere Tariflhne zu untersttzen.

ver.di fhrt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW, der IG BAU und dem dbb beamtenbund und tarifunion.

Termine der bereits vereinbarten Verhandlungsrunden:

1. Runde: 24. Januar 2023 (Potsdam)
2. Runde: 22. und 23. Februar 2023 (Potsdam)
3. Runde: 27. und 28. Mrz 2023 (Potsdam)