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Tarifrunde 2023 TVD

Pressemitteilung der kommunalen Arbeitgeberverbnde VKA vom 11.10.2022

VKA lehnt Gewerkschaftsforderungen zur Tarifrunde im ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unrealisierbar ab

Gewerkschaften fordern eine Entgelterhhung von 10,5 Prozent, mindestens 500 Euro, was Mehrkosten von mindestens rund 15,4 Milliarden Euro ausmachen wrde/Angespannte Finanzlage der Kommunen und kommunalen Arbeitgeber erlaubt nur einen geringen Spielraum

Berlin. Anlsslich der im Januar 2023 beginnenden Tarifrunde fr die Beschftigten im kommunalen ffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion heute ihre Forderungen bekannt gegeben.

Karin Welge, Prsidentin und Verhandlungsfhrerin der VKA: "Die Forderungen der Gewerkschaften berraschen in dieser Hhe und bercksichtigen nicht die schwierige finanzielle Lage der kommunalen Haushalte und Unternehmen. Die Mehrkosten fr die geforderte Entgelterhhung wrden bei den kommunalen Arbeitgebern mit rund 15,4 Milliarden Euro ins Gewicht fallen. Wir haben Verstndnis fr die Sorgen der Beschftigten angesichts der aktuell hohen Inflation, aber auch die kommunalen Arbeitgeber befinden sich in einer enorm schwierigen Lage: Die kommunalen Haushalte sind zum groen Teil noch immer mit den finanziellen Einbuen im Zuge der Corona-Pandemie befasst, dazu kommen Altschulden und ein hoher Investitionsrckstand. Die hohe Inflation und die damit einhergehenden Preissteigerungen betreffen die Kommunen und die kommunalen Unternehmen gleichermaen. Und auch die Unterbringung der Flchtlinge bringt unsere Kommunen an ihre Grenzen."

Die Gewerkschaften fordern eine Entgelterhhung von 10,5 Prozent, mindestens aber monatlich 500 Euro fr die rund 2,5 Millionen Beschftigten im ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, die von der anstehenden Tarifrunde betroffen sind, fr einen Zeitraum von 12 Monaten. Dazu kommt die Forderung nach einer Erhhung der Entgelte der Auszubildenden um 200 Euro.

"Die Umsetzung der Gewerkschaftsforderungen sind in dieser Form schlicht nicht leistbar. Wir mssen dafr sorgen, dass Kommunen und kommunale Unternehmen handlungsfhig bleiben, auch und gerade in der Krise. Mit der Erfllung der Gewerkschaftsforderungen wre dies nicht mehr gegeben", so Karin Welge weiter. Niklas Benrath, Hauptgeschftsfhrer der VKA, ergnzt: "Besonders problematisch ist, dass es sich in Wahrheit um eine geforderte Entgelterhhung von durchschnittlich knapp 14 Prozent handelt, was durch den geforderten Mindestbetrag von 500 Euro monatlich bedingt ist. Die Gehlter wrden in den unteren Entgeltgruppen um deutlich mehr als 20 Prozent steigen. Dies wrde nicht nur das Gehaltsgefge des kommunalen ffentlichen Dienstes insgesamt ins Wanken bringen, sondern zudem die bestehende hohe Inflation in Form einer Lohn-Preis-Spirale noch zustzlich verstrken."

Die erste Verhandlungsrunde findet am 24. Januar 2023 statt. Karin Welge: "Letztlich muss ein Verhandlungsergebnis stehen, das die Interessen beider Seiten bercksichtigt. Wir mssen jetzt mit den Gewerkschaften am gleichen Strang ziehen und gemeinsam schauen, wo die Spielrume in den schwierigen Verhandlungen liegen knnen. Die kommunalen Arbeitgeber stehen jedenfalls bereit fr konstruktive Verhandlungen."