Zweite Verhandlungsrunde der Tarifrunde 2023: Angebot der Arbeitgeber beinhaltet sprbares Plus von rund 12 Prozent
22. Februar 2023
Inflationsausgleichsgeld von 2.500 Euro und Erhhung der Tabellenentgelte/Laufzeit von 27 Monaten gibt kommunalen Arbeitgebern Planungssicherheit/Zgiger Abschluss der Tarifrunde erwartet
Berlin. Die zweite Tarifverhandlungsrunde fr die mehr als 2,6 Millionen Beschftigten bei Bund und Kommunen ist heute nach zwei intensiven Verhandlungstagen zu Ende gegangen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde (VKA) und der Bund haben den Gewerkschaften am zweiten Tag ein abschlussfhiges Angebot unterbreitet.
VKA-Prsidentin Karin Welge: "Im Zuge der zweiten Verhandlungsrunde haben wir heute den Gewerkschaften wie von ihnen eingefordert ein Angebot vorgelegt. In diesem haben wir erstens die Zahlung eines Inflationsausgleichsgeldes in Hhe von insgesamt 2.500 Euro, zweitens zwei lineare Erhhungsschritte in einer Gesamthhe von 5 Prozent und drittens durch die Erhhung der Jahressonderzahlung auch eine Verbesserung fr den Fachkrftebereich vorgesehen. Zudem enthlt es die fr die kommunalen Arbeitgeber wichtigen Punkte, die die Bereiche der Krankenhuser und Pflegeeinrichtungen, der Sparkassen und Versorgungsbetriebe betreffen. Am Ende hat das Angebot ein Volumen von rund 12 Prozent und wrde die Arbeitgeber mehr als 11,7 Milliarden Euro kosten. Das ist kein Pappenstiel. Mit dem Inflationsausgleichsgeld schaffen wir eine schnelle, unmittelbare und deutliche Entlastung fr unsere Beschftigten. Gleichzeitig htten wir mit der angebotenen Laufzeit die fr uns so notwendige Planungssicherheit. Nun sind die Gewerkschaften am Zug, sich gemeinsam mit uns auf den Weg zu einer schnellen Tarifeinigung zu machen. Nicht nur fordern, sondern auch liefern."
Dr. Wolf-Rdiger Michel, Erster Stellvertreter der Prsidentin der VKA, ergnzt: "Wir gehen mit dem heute unterbreiteten Angebot an die Grenze des Machbaren. So ergibt sich allein aus dem Inflationsausgleichsgeld und der Entgelterhhung beispielsweise fr einen Mllwerker ein Plus von etwas mehr als 12 Prozent. Eine Pflegefachkraft kommt auf ein Plus von 10,8 Prozent. Das ist fr die Beschftigten eine deutliche Verbesserung der Einkommenssituation."
Die Eckpunkte des Angebots im Detail:
- Laufzeit: 27 Monate (1. Januar 2023 - 31. Mrz 2025)
- Lineare Erhhung um 5 Prozent:
- Ab 1. Oktober 2023 um 3 Prozent
- sowie ab 1. Juni 2024 um weitere 2 Prozent.
- Fr die Auszubildenden, Studierenden sowie Praktikantinnen und Praktikanten gelten dieselben Werte.
- Zahlung eines Inflationsausgleichsgelds von 2.500 Euro:
- 1.500 Euro im Mai 2023,
- weitere 1.000 Euro im Januar 2024.
- Die Auszubildenden, Studierenden sowie Praktikantinnen und Praktikanten erhalten 1.250 Euro (750 Euro im Jahr 2023, weitere 500 Euro im Jahr 2024).
- Erhhung der Jahressonderzahlung auf 90 Prozent im Jahr 2024:
- schrittweise Erhhung im Jahr 2023 auf 75 Prozent fr die Entgeltgruppen 9a bis 15,
- ab 2024 Anhebung auf 90 Prozent fr die Entgeltgruppen 1 bis 15.
Das Angebot beinhlt zugleich gesonderte Regelungen fr die einzelnen Bereiche der kommunalen Arbeitgeber.
Bewertet wurden in den zweitgigen Verhandlungen auch die Streikaufrufe der Gewerkschaften, fr die die VKA schon im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde ihr Unverstndnis geuert hatte. Karin Welge: "Vor dem Hintergrund des heute vorgelegten Angebots verbieten sich weitere Streiks und damit verbundene zustzliche Belastungen unserer Brgerinnen und Brger."