Tarifverhandlungen fr den ffentlichen Dienst gescheitert
Kommunale Arbeitgeber haben ihr Angebot massiv verbessert/Ablehnung durch die Gewerkschaften
Potsdam. In der dritten Verhandlungsrunde ist es der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde (VKA) und dem Bund nicht gelungen, einen Tarifabschluss fr die mehr als 2,6 Millionen Beschftigten bei Bund und Kommunen zu vereinbaren.
Karin Welge, Verhandlungsfhrerin und Prsidentin der VKA: "Wir bedauern sehr, dass die Einigung nicht zustande kam. Wir konnten uns vorstellen, einen Inflationsausgleich in Hhe von 3.000 Euro netto zu zahlen. Das htte den Beschftigten sofort und unmittelbar geholfen. Im Laufe der letzten drei Tage haben wir noch zahlreiche weitere Verbesserungen in Aussicht gestellt. So wren wir auch bereit gewesen, mit ihnen einen Mindestbetrag zu vereinbaren. Wir knnen nicht nachvollziehen, dass die Gewerkschaften hierauf nicht eingegangen sind. Sie haben sich in ihrer Forderung eingemauert und nicht hinreichend bewegt, um eine Brcke zu bauen. So konnte eine Einigung nicht gelingen. Wir htten lieber mit groem Einigungswillen weiterverhandelt."
Fr die Tarifverhandlungen im ffentlichen Dienst waren drei Verhandlungsrunden vereinbart.
"Wir sind leider nicht mehr sicher, ob dieser Einigungswille bei den Gewerkschaften gleich stark ausgebildet war. Wer bei einem so fortgeschrittenen Verhandlungsstand vom Verhandlungstisch aufsteht, handelt nach unserer Auffassung verantwortungslos. Dass eine Einigung nicht zustande kam, werten wir auch als Warnzeichen fr eine funktionierende Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften", so Karin Welge weiter. "Um einen Kompromiss zu erreichen, konnten wir uns nicht nur einen Mindestbetrag, sondern auch eine starke Erhhung der Gehlter sowie eine Zahlung von 3.000 Euro netto vorstellen. Das wre ein sehr teurer Tarifabschluss geworden. Jetzt stehen wir wieder bei null, was wir sehr bedauern. Vor diesem Hintergrund werden wir die Schlichtung anrufen, um die Bevlkerung vor weiteren Streiks zu bewahren."