Einkommensrunde fr Beschftigte von Bund und Kommunen
"So viel Verweigerung war nie", kritisierte dbb-Verhandlungsfhrer Volker Geyer nach dem erfolglosen Ende der dritten Verhandlungsrunde am 17. Mrz 2025 in Potsdam.
"Bund und Kommunen haben mit viel Verzgerung und destruktiver Energie einen Kompromiss verhindert. Mit dieser Taktik verrgern und demotivieren die Arbeitgebenden ihre Beschftigten. Auerdem schwchen sie die Wettbewerbsfhigkeit des ffentlichen Dienstes auf dem Arbeitsmarkt", so der dbb-Vize. "Es ist vllig richtig, dass wir unsere marode Infrastruktur sanieren mssen. Aber klar ist doch auch: Die Kolleginnen und Kollegen im ffentlichen Dienst sind unverzichtbarer Teil dieser Infrastruktur. Brcken, Straen, Kitas, Schwimmbder, Bibliotheken oder Krankenhuser: Nichts funktioniert ohne ausreichend Personal. Ohne faire Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen wird das aber nicht zu gewinnen und zu halten sein."
An der von Bund und Kommunen angerufenen Schlichtung wird der dbb beamtenbund und tarifunion sich konstruktiv beteiligen. Allerdings stnden die beiden Schlichter in den nchsten Wochen dabei vor einer extrem schwierigen Aufgabe, so Geyer: "Die Vielzahl der aufgetretenen Konflikte zu einen, ist an sich schon eine riesige Herausforderung. Erstmal msste aber wohl zwischen den divergierenden Interessen und Positionen innerhalb der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbnde geschlichtet werden. Erst danach htte dann auch eine Schlichtung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebenden eine reale Chance."
Hintergrund: Vom Tarifvertrag fr den ffentlichen Dienst (TVD) sind ber 2,6 Millionen Beschftigte direkt oder indirekt betroffen: Rund 1,7 Millionen Arbeitnehmende und Auszubildende des Bundes (ber 156.000) und der Kommunen (ber 1.500.000) und weiterer Bereiche, fr die der TVD direkte Auswirkungen hat. Hinzu kommen knapp 370.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte, Anwrterinnen und Anwrter sowie fast 600.000 Versorgungsempfngerinnen und -empfnger beim Bund, auf die der Tarifabschluss bertragen werden soll. Mittelbar hat die Einkommensrunde auch Auswirkungen auf weitere Bereiche des ffentlichen Dienstes.