oeffentlicher-dienst.info
TVD
TV-L, TV-H
   TV-L allgemein
   TV-L KR 
   TV-L S
   TV-L rzte
   TV-L Fahrer
   TV-H Hessen
   AT
   Tarifrunden 
      2025
      2023
      2021
      2019
      2017
      2015
      2013
      2011
      2009
      2006
Beamte
rzte
 
Kirchen, Wohlfahrt
Sozialversicherungen
weitere Tarifvertrge
 
Stellenanzeigen
Service
 
Forum
Links
Info/Kontakt
Datenschutzeinstellungen
Tarifvertrag fr den ffentlichen Dienst der Lnder (TV-L)
Bereich:alle Bundeslnder
ohne Hessen
Laufzeit:01.01.2015-31.12.2016
Beschftigte:  650.000
(Beamte:  1.200.000)
Verhandlungs-  
runden:
1 - 16.2.2015
2 - 26./27.2.
3 - 16./17.3.
4 - 28.3.
Einigung:28.3.2015

TV-L - Tarifvertrag fr den ffentlichen Dienst der Lnder

Ergebnis der Tarifrunde TV-L 2015

1. Laufzeit
  • 24 Monate: 01.01.2015 - 31.12.2016

2. Entgelt
  • lineare Entgelterhhung in 2 Stufen:
    • 01.03.2015: +2,1%
    • 01.03.2016: +2,3%, mindestens 75 €
  • Absenkung der Netto-Gehlter durch steigende Pflichtbeitrge zur betrieblichen Zusatzversorgung (VBL)
    diese werden in 3 Stufen wie folgt angehoben:
    • 01.07.2015: 0,2%     Ost: 0,75%
    • 01.07.2016: 0,1%     Ost: 0,75%
    • 01.07.2017: 0,1%     Ost: 0,75%
    weitere Informationen zur Beitragsanhebung VBL
  • Anhebung der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost in 5 Schritten auf Westniveau:

    Entgeltgruppe201420152016201720182019
    = West
    E 1 bis E 871,5%76,2%80,9%85,6%90,3%95,0%
    E 9 bis E 1160%64%68%72%76%80%
    E 12 bis E 1345%46%47%48%49%50%
    E 14 bis E 1530%31%32%33%34%35%

3. Auszubildende und Praktikanten
  • Entgelterhhung um jeweils 30 € fr 2015 und 2016
  • Festsetzung des Jahresurlaubsanspruchs auf 28 Tage (bisher 27 Tage)

gltig abErhhunggltig bisTV-L allgemeinTV-L LehrerTV-L Kr
EntgeltVBL
linearmin.
01.01.2015
keine Vernderung
28.02.2015
keine Vernderung zu 2014
2014
01.03.2015
+2,1%
30.06.2015 Tabelle 2015a Rechner 2015a Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2015a
01.07.2015
0,2%29.02.2016 Tabelle 2015b Rechner 2015b Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2015b
01.03.2016
+2,3%
75 €
30.06.2016 Tabelle 2016a Rechner 2016a Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2016a
01.07.2016
0,1%31.12.2016 Tabelle 2016b Rechner 2016b Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2016b

Ausfhrliche Informationen zur Besoldungsrunde 2015/2016 der Beamten von Lndern und Kommunen

Chronologie zur Tarifrunde TV-L 2015

15.04.2015
Aus dem Tarifergebnis TV-L ergeben sich fr TV-L Berlin unter Anwendung der Tarifvereinbarungen zur schrittweisen berleitungen zum TV-L Entgelterhhungen von 2,62% zum 01.03.2015 und 2,3%, mindestens aber 73,88 € zum 01.03.2016:

TV-L Berlin
gltig abErhhunggltig bisTV-L
EntgeltVBL
linearmin.
01.03.2015
+2,62%
30.06.2015 Tabelle 2015a Rechner 2015a Analyse
01.07.2015
0,2%29.02.2016 Tabelle 2015b Rechner 2015b Analyse
01.03.2016
+2,3%
73,88 €
30.06.2016 Tabelle 2016a Rechner 2016a Analyse
01.07.2016
0,1%31.12.2016 Tabelle 2016b Rechner 2016b Analyse

03.04.2015
Vergleich der Forderungen von ver.di im Bereich Entgelt und Laufzeit mit dem tatschlich erzielten Ergebnis:

ver.di Forderung Tarifergebnis
18.12.2014 28.03.2015
Entgelterhhung 2015 +5,5%, mindestens 175 € +2,1%
Entgelterhhung 2016 nicht beziffert +2,3%, mindestens 75 €
VBL keine Forderungen Beitragserhhung
= Netto-Gehaltskrzung
Laufzeit des Tarifvertrages    12 Monate 24 Monate

31.03.2015
Der Garantiebetrag in Hhe von 75 € wirkt sich bei Tabellenentgelten von bis zu 3260,87 € aus. Dies ist beispielsweise bei E 12/Stufe 1, E 10/2, E 9/3 und bei der gesamten E 8 der Fall.

30.03.2015 - Stimmen zum Tarifabschlu
Jens Bullerjahn (SPD), Verhandlungsfhrer der Arbeitgeberseite und Finanzminister von Sachsen-Anhalt:
"Es ist gelungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die finanziellen Mglichkeiten der Lnder und wesentliche Forderungen der Gewerkschaften zusammen zu bringen"
Frank Bsirske, Verhandlungsfhrer der Gewerkschaftsseite:
"Es ist ein groer Erfolg, dass wir Eingriffe in die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung verhindern konnten und gleichzeitig das System der Zusatzversorgung im ffentlichen Dienst sicherer gemacht haben."
Andreas Gehrke, Verhandlungsfhrer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW:
"Die Arbeitgeber wollen die Bezahlung der bundesweit 200.000 angestellten Lehrkrfte weiterhin diktieren. Mit 30 Euro Zulage im Monat fr einzelne Lehrergruppen wollten sie uns zudem das Streikrecht abkaufen:"
Willi Russ, Verhandlungsfhrer des Beamtenbundes dbb:
"Die Arbeitgeber haben hier lange gemauert und sich erst durch den Druck der Warnstreiks in den letzten Tagen eines Besseren belehren lassen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
"Die Lnder haben sich den Tarifvertrag einiges kosten lassen. [...] [Es] werden die unteren Tarifgruppen besonders gehtschelt. [...] Die Politik beklagt den wachsenden Fachkrftemangel und beschwrt die Bedeutung der Bildung; aber wenn es konkret wird, belohnt man andere."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (bezogen auf Nordrhein-Westfalen):
"Erstens: Zweimal gut zwei Prozent Lohnplus fr die Angestellten des Landes sind bei einer Nullinflation happig. Zweitens: Die groe Gruppe der angestellten Lehrer fhlt sich dennoch gegenber ihren beamteten Kollegen benachteiligt und will weiter streiken. Drittens: Wenn der Tarifabschluss nur annhernd als Blaupause fr eine Besoldungserhhung beim Heer der Landesbeamten herangezogen wird, kann Walter-Borjans seine Hauhaltsplanung in den Papierkorb werfen. "

29.03.2015
Durch die Erhhung der VBL-Beitrge jeweils zum 01.07. ergeben sich verringerte Netto-Gehlter, die in den folgenden Tabellen fr den Tarifbereich West dargestellt sind:

gltig abErhhunggltig bisTV-L
EntgeltVBL
linearmin.
01.01.2015
keine Vernderung
28.02.2015
keine Vernderung zu 2014
01.03.2015
+2,1%
30.06.2015 Tabelle 2015a Rechner 2015a Analyse
01.07.2015
0,2%29.02.2016 Tabelle 2015b Rechner 2015b Analyse
01.03.2016
+2,3%
75 €
30.06.2016 Tabelle 2016a Rechner 2016a Analyse
01.07.2016
0,1%31.12.2016 Tabelle 2016b Rechner 2016b Analyse

Die Brutto-Gehlter der Tabellen 2015a und 2015b sind exakt gleich, die Netto-Gehlter weichen durch die Erhhung der VBL-Beitrge aber voneinander ab. Dabei fhrt zum einen die Erhhung des Arbeitnehmerbeitrags zur VBL zu einer direkten Verringerung des Netto-Gehalts. Zum anderen erhht sich durch die Erhhung des Arbeitgeberbeitrags zustzlich das steuerpflichtige und sozialversicherungspflichtige Brutto-Einkommen, was zu einer weiteren Senkung des Netto-Gehalts fhrt (Erklrung der Berechnungsgrundlage).
Fr das Jahr 2016 verhlt sich dies ebenso.

bersicht der Netto-Gehaltskrzungen durch die Erhhung der VBL-Pflichtbeitrge zum Ende der Tariflaufzeit (31.12.2016):

[Link zu diesen Tabellen]
TV-L West 2016 Netto-Gehaltskürzung
durch Beitragserhöhung VBL
123456
E 15 -0.8% -0.8% -0.8% -0.8% -0.8%  
E 14 -0.7% -0.8% -0.8% -0.8% -0.8%  
E 13 -0.7% -0.7% -0.8% -0.8% -0.8%  
E 12 -0.7% -0.7% -0.8% -0.8% -0.8%  
E 11 -0.7% -0.7% -0.7% -0.8% -0.8%  
E 10 -0.6% -0.7% -0.7% -0.7% -0.8%  
E 9 -0.6% -0.6% -0.7% -0.7% -0.7%  
E 8 -0.6% -0.6% -0.6% -0.6% -0.7% -0.7%
E 7 -0.5% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6%
E 6 -0.5% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6%
E 5 -0.5% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6%
E 4 -0.5% -0.5% -0.6% -0.6% -0.6% -0.6%
E 3 -0.5% -0.5% -0.5% -0.6% -0.6% -0.6%
E 2 -0.5% -0.5% -0.5% -0.5% -0.5% -0.6%
E 1   -0.5% -0.5% -0.5% -0.5% -0.5%
Tabelle 2016b, Tarifbereich West, Steuer 2015,
Lohnsteuerklasse I, GKV 15,5%, kinderlos
     
TV-L West 2016
verbleibende Netto-Gehaltssteigerung
123456
E 15 +2.8% +2.6% +2.6% +3.6% +3.4%  
E 14 +3.2% +2.8% +2.7% +2.6% +3.6%  
E 13 +3.3% +3.2% +2.8% +2.7% +3.2%  
E 12 +2.9% +3.2% +3.0% +2.7% +2.7%  
E 11 +3.0% +3.0% +3.3% +2.8% +2.6%  
E 10 +3.2% +2.6% +3.3% +3.2% +2.7%  
E 9 +3.5% +3.2% +3.0% +3.1% +3.2%  
E 8 +3.6% +3.4% +3.3% +3.2% +3.0% +2.8%
E 7 +3.8% +3.5% +3.4% +3.3% +3.2% +3.0%
E 6 +3.9% +3.6% +3.5% +3.4% +3.3% +3.2%
E 5 +4.0% +3.7% +3.6% +3.5% +3.4% +3.3%
E 4 +4.1% +3.8% +3.7% +3.6% +3.5% +3.4%
E 3 +4.2% +3.9% +3.8% +3.7% +3.6% +3.5%
E 2 +4.4% +4.1% +4.0% +4.0% +3.8% +3.6%
E 1   +4.8% +4.8% +4.7% +4.6% +4.5%
Tabelle 2016b, Tarifbereich West, Steuer 2015,
Lohnsteuerklasse I, GKV 15,5%, kinderlos

28.03.2015
Derzeit luft in Potsdam die vierte Verhandlungsrunde.

Ver.di zeigt sich hinsichtlich der geforderten Entgelterhhungen kompromibereit, lehnt aber einen Systemwechsel oder Eingriffe in die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge weiterhin kategorisch ab.

Update 21:45: Verhandlungsteilnehmer berichten, die Tarifeinigung sei erfolgt. Demnach soll die Entgelterhhung 2,1% rckwirkend zum 01.03.2015 betragen und 2,3%, mindestens aber 75 € zum 01.03.2016. Die Laufzeit soll 24 Monate betragen.
Bei der betrieblichen Altersvorsorge soll es zu keinen Leistungskrzungen kommen, wohl aber zu einer Erhhung der Pflichtbeitrge in drei Schritten: zum 01.07.2015 um 0,2 Prozentpunkte, zum 01.07.2016 um 0,1 Prozentpunkte und zum 01.07.2017 um weitere 0,1 Prozentpunkte. Um die selben Prozentpunkte werden die Arbeitgeberbeitrge erhht. Im Bereich VBL-Ost steigen die Beitrge um jeweils 0,75 Prozentpunkte.
Im Bereich VBL-Ost soll die Jahressonderzahlung in 5 gleichen Schritten auf das Westniveau angehoben werden.
Die Ausbildungsvergtungen steigen 2015 und 2016 um jeweils 30 €, der Urlaubsanspruch fr Auszubildende wird von 27 auf 28 Tage erhht.

gltig abErhhunggltig bisTV-L allgemeinTV-L LehrerTV-L Kr  
linearmin.
01.01.2015
keine Vernderung
28.02.2015
keine Vernderung zu 2014
keine Vernderung
keine Vernderung
 
01.03.2015
+2,1%
29.02.2016? Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2015
01.03.2016
+2,3%
75 €
31.12.2016? Tabelle 2016 Rechner 2016 Analyse Tabelle Rechner Tabelle Rechner 2016
Diese Tabellen beziehen sich jeweils auf den Stand 01.03. und bercksichtigen die am 01.07. folgenden Netto-Gehaltskrzungen durch die Beitragserhhung VBL nicht

27.03.2015
Jens Bullerjahn, Vertreter der Arbeitgeberseite, hlt eine Entgelterhhung von 5,5%, wie von den Gewerkschaften gefordert, weiterhin fr unrealistisch. Er sieht aber eine Chance auf eine "anstndige Anhebung", sofern die Gewerkschaftsseite bei der Krzung der betrieblichen Altersvorsorge zu Zugestndnissen bereit ist.
Des weiteren sagte er im Hinblick auf die Tarifverhandlungen der angestellten Lehrkrfte: "Wenn die Lehrer ein besonders starkes Plus bekommen sollten, gibt es an anderer Stelle weniger. Alles hngt mit allem zusammen."

19.03.2015
Die Arbeitgeberseite erlutert ihren Ansatz zur nderung bei der betrieblichen Altesversorgung: Der im Jahr 2001 vereinbarte Garantiezins in Hhe von 3,25% fr die erarbeiteten Beitrge soll gesenkt werden. Der Garantiezins entsprach dabei im Jahr 2001 dem Garantiezins der Lebensversicherer, der inzwischen jedoch auf 1,25% abgesenkt wurde. Es soll nun eine "moderate Anpassung" in Richtung der 1,25% vorgenommen werden.
Dabei betont die Arbeitgeberseite:
  • laufende Renten und bestehen Anwartschaften bleiben unangetastet
  • die Umlagestze werden beibehalten (VBL-West: 1,41%/6,45%)
  • dadurch verndert sich der Nettolohn der Beschftigten nicht

Die Gewerkschaftsseite wendet sich gegen jegliche Leistungskrzungen bei der Betriebsrente, ist aber bereit, eine Erhhung der Beitrge mitzutragen. Dies wrde zu einer Absenkung des Nettolohns aller Beschftigten fhren.

Friedmar Fischer und Werner Siepe, Betreiber eines Informationsportals zur Zusatzversorgung (startgutschriften-arge.de) weisen darauf hin, da eine Senkung des Garantiezinses fr knftig entstehende Rentenanwartschaften nicht ohne Senkung der Altersfaktoren mglich ist, was damit in Konsequenz auch die Leistungszusagen verringert. Damit widersprechen sie den oben dargestellten Aussagen der Arbeitgeberseite, wonach deren nderungsvorschlag nicht zu einer Krzung bestehender Anwartschaften fhren soll.

Informationen im Download:

18.03.2015
Nach den ergebnislos vertagten Tarifverhandlungen kndigen die Gewerkschaften umgehend eine Verstrkung der Warnstreiks an. Seitens der Gewerkschaften wird kritisiert, da die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt haben. Ein Krzung der Zusatzversorgung (VBL/ZVK) wird entschieden abgelehnt.

Die Arbeitgeberseite, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Lnder und dessen Vorsitzenden Jens Bullerjahn, besteht dahingegen auf Krzungen bei der Zusatzversorgung, betont dabei aber, da bereits erworbene Ansprche nicht gekrzt werden sollen: "Um es klarzustellen: Wir wollen weder in laufende Renten noch in bisher erworbene Ansprche eingreifen. "

17.03.2015
Die dritte Verhandlungsrunde wird heute weiter gefhrt.

Aus Teilnehmerkreisen verlautete, die Verhandlungen seien komplett festgefahren. Ver.di-Chef Frank Bsirske: "Ich sehe im Moment noch gar kein Einigungspotenzial".

18:00 Nach Mitteilung der Sddeutschen Zeitung legten die Arbeitgeber ein Angebot fr die Bezahlung der angestellten Lehrer vor. Demnach sollen die Ost-West-Unterschiede im Tarifrecht ausgeglichen werden.
Die weiteren Tarifverhandlungen wurden auf 28.03. vertagt.

16.03.2015
Heute beginnt in Potsdam begleitet von Warnstreiks die dritte Verhandlungsrunde, die mindestens zwei, mglicherweise auch drei Tage andauern wird.

Am Abend wurde bekannt, da Arbeitgeber und Gewerkschaften keine Angaben zum Stand der Vehandlungen machen mchten. Daher ist auch nicht bekannt, ob die Arbeitgeberseite inzwischen ein Angebot vorgelegt hat.

15.03.2015
Am Vortag der dritten Verhandlungsrunde droht ver.di-Chef Bsirske fr den Fall des Scheiterns der Verhandlungen mit einer Eskalation und Streiks, an denen sich weit mehr als 100.000 Mitarbeiter beteiligen wrden.

09.03.2015
Die Gewerkschaft ver.di ruft in allen Bundeslndern zu Warnstreiks auf, insbesondere Mitarbeiter von Straenmeistereien, Kstenschutz, Unikliniken, Universitten, Statistikmtern und anderen Bereichen der Landesverwaltung.

27.02.2015
Auch der zweite Tag der zweiten Verhandlungsrunde endet ergebnislos. Das Scheitern der Verhandlungen sei vor allem auf starke Differenzen bei der betrieblichen Altersvorsorge (VBL) zurckzufhren. Frank Bsirske (ver.di) hierzu: "Die Arbeitgeber haben kein Lohnangebot vorgelegt und verlangen stattdessen Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge"

Seitens der Gewerkschaften werden fr die kommende Woche Warnstreiks angekndigt.

26.02.2015
Heute beginnt in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde zur Tarifrunde TV-L 2015.
Die Gewerkschaften wollen bei den Tarifverhandlungen ein besseres Ergebnis erzielen als die gestern vereinbarte lineare Entgeltsteigerung von 3,4% der Metall- und Elektroindustrie, so Willi Russ, Verhandlungsfhrer des Beamtenbundes.

16.02.2015
Der erste Verhandlungstag zur Tarifrunde TV-L 2015 endete am frhen Nachmittag ohne Ergebnis. Aus Verhandlungskreisen verlautete, da insbesondere bei der linearen Entgeltsteigerung (gefordert sind +5,5%) die Positionen noch sehr weit auseinander lgen.

15.02.2015
In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung relativiert Willi Russ, der Verhandlungsfhrer auf Seiten des Beamtenbundes, die offizielle Tarifforderung: "Wir orientieren uns sehr stark an unserem guten Abschlu mit Bund und Kommunen im Vorjahr. Diese 5,4 Prozent sind unser Leuchtturm. Unsere Mitglieder bei den Lndern stellen fest, da sie jetzt zum 1. Mrz einen Nachholbedarf in den Entgelten von im Schnitt 3,9 Prozent gegenber den Arbeitnehmern in Bund und Kommunen haben. Eine geruschlose Tarifrunde kann ich in keinster Weise versprechen."

14.02.2015
Im Vorfeld der am Montag beginnenden Tarifverhandlungen bekrftigt sowohl die Fhrung von ver.di als auch die des Beamtenbundes die Tarifforderung vom 18.12. Dabei wird auch mit Streiks gedroht.

19.12.2014
Die Gewerkschaftsforderung einer Entgelterhhung um 5,5% bei einem Mindestbetrag von 175 € wrde in der Entgelttabelle in lediglich 28 Tabellenfeldern zur linearen Entgelterhhung um 5,5% fhren, in den restlichen 54 Tabellenfeldern zu einer absoluten Erhhung um 175 €:

123456
E 15 +5.50% +5.50% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 14 +5.50% +5.50% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 13 +5.50% +5.50% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 12 +5.79% +5.50% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 11 +6.00% +5.50% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 10 +6.23% +5.61% +5.50% +5.50% +5.50%  
E 9 +7.04% +6.36% +6.06% +5.50% +5.50%  
E 8 +7.53% +6.79% +6.51% +6.25% +6.00% +5.85%
E 7 +8.04% +7.26% +6.82% +6.53% +6.32% +6.14%
E 6 +8.19% +7.40% +7.06% +6.75% +6.56% +6.37%
E 5 +8.55% +7.73% +7.36% +7.04% +6.81% +6.66%
E 4 +9.01% +8.12% +7.62% +7.36% +7.13% +6.98%
E 3 +9.14% +8.25% +8.04% +7.72% +7.47% +7.28%
E 2 +9.91% +8.95% +8.70% +8.46% +7.96% +7.49%
E 1   +11.12% +10.93% +10.70% +10.48% +9.97%
Bei allen rot markierten Tabellenfeldern
wirkt sich der Mindestbetrag nicht aus.

 5,5%
 unter 6%
 
 6% und mehr
 7% und mehr
 8% und mehr

Die Gewerkschaftsforderungen wrden zu einer Entgelttabelle fhren, in der sich das vertikale Spannungsverhltnis der Tabelle von 307% im Jahr 2014 auf 295% im Jahr 2015 verringert. In der Ausgangstabelle zum TV-L 2006 lag dieser Wert brigens noch bei 316%, im ersten Bundesbesoldungsgesetz von 1957, in welchem das vertikale Spannungsverhltnis zwischen den Laufbahngruppen noch gesetzlich festgeschrieben war, bei 495%!
Das vertikale Spannungsverhltnis ist letztendlich ein Ma fr die Attraktivitt von Hhergruppierungen im allgemeinen und damit ein Indikator monetrer Leistungsanreize aus dem Entgeltsystem.

18.12.2014
Seitens der Gewerkschaften werden die Forderungen zur Tarifrunde TV-L 2015 bekannt gegeben. Diese beinhalten eine lineare Entgelterhhung um 5,5% mit einem Mindesterhhungsbetrag von 175 €. Die Tariflaufzeit soll 12 Monate betragen.
Die Ausbildungsvergtungen sollen pauschal um 100 € angehoben und der Jahresurlaubsanspruch der Auszubildenden von 27 auf 30 Tage erhht werden.

Beispielrechnung zur Gewerkschaftsforderung vom 18.12.2014
gltig ab Erhhung gltig bis Forderung TV-L 2015 (a)
01.01.2015
+5,5% min. 175 €
31.12.2015 Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse

Die Arbeitgeberseite, organisiert in der Tarifgemeinschaft der Lnder (TdL), lehnt die Gewerkschaftsforderungen wie erwartet ab. Angesichts einer "Inflationsrate von zuletzt 0,6 % lassen die Gewerkschaften hier jeden Realittssinn vermissen", so Jens Bullerjahn, Vorsitzender der TdL und Finanzminister Sachsen-Anhalts.

Ausgangstabelle

Ausgangstabelle TV-L 2014 - gltig seit 01.01.2014
123456
E 15 5076.52 5634.77 6164.55 6512.05 6597.50
E 15 4034.04 4472.68 4637.88 5224.63 5668.97
E 14 3652.39 4051.13 4284.69 4637.88 5179.05
E 13 3737.83 3937.21 4284.69 4637.88 5179.05
E 13 3367.56 3737.83 3937.21 4324.57 4860.04
E 12 3020.06 3350.46 3817.57 4227.73 4757.50
E 11 2917.52 3230.84 3464.39 3817.57 4330.27
E 10 2809.29 3116.90 3350.46 3584.02 4028.36
E 9 2484.57 2752.31 2889.04 3265.01 3561.24
E 8 2325.07 2575.73 2689.65 2797.89 2917.52 2991.58
E 7 2176.96 2410.52 2564.33 2678.26 2769.42 2849.15
E 6 2137.09 2364.95 2478.88 2592.82 2666.87 2746.61
E 5 2045.94 2262.41 2376.35 2484.57 2570.03 2626.99
E 4 1943.40 2154.19 2296.59 2376.35 2456.10 2507.36
E 3 1914.92 2120.00 2176.96 2268.11 2342.16 2404.82
E 2 1829.47 2023.15 2097.22 2188.37 2251.03 2302.28
E 2 1766.81 1954.79 2011.77 2068.73 2199.75 2336.47
E 1 1573.13 1601.60 1635.78 1669.97 1755.42