ver.di fordert Einkommenserhhung von 5,5 Prozent fr den ffentlichen Dienst der Lnder
18.12.2014
Die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert fr die Tarif- und Besoldungsrunde 2015 im ffentlichen Dienst der Lnder eine Entgelterhhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwlf Monaten. "Die Einkommen der Beschftigten im ffentlichem Dienst mssen Schritt halten mit den Gehaltssteigerungen in der Privatwirtschaft", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin. Noch immer gebe es einen Abstand zwischen den Einkommen im ffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft. "Deutliche Lohnsteigerungen sind auerdem notwendig, weil sie die Binnennachfrage strken und damit wichtige Impulse fr die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung setzen", so Bsirske.
ver.di verlangt zustzlich die verbindliche bernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergtungen um 100 Euro und eine Erhhung des Urlaubsanspruchs fr Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Sachgrundlose Befristungen sollen tarifvertraglich ausgeschlossen werden. Darber hinaus lehnt die Bundestarifkommission von ver.di jeglichen Eingriff in die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ab.
"Wir mssen den ffentlichen Dienst auch in den Lndern attraktiver machen. In den nchsten zehn Jahren scheiden 20 bis 25 Prozent der Beschftigten altersbedingt aus. Nur mit guten Arbeits- und Einkommensbedingungen werden die Lnder im Wettbewerb um gute Arbeitskrfte mit der Privatwirtschaft bestehen knnen", unterstrich Bsirske.
ver.di fhrt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW und dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Lnder (TdL) fr rund 800.000 Tarifbeschftigte im ffentlichen Dienst der Lnder (auer Hessen) werden am 16. Februar 2015 in Berlin aufgenommen. ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche bertragung des Tarifergebnisses auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfnger.