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Tarifrunde TV-L 2017

Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di vom 14.12.2016

ver.di beschliet Forderungen zur Einkommensrunde fr den ffentlichen Dienst der Lnder

14.12.2016
Die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert fr die Tarif- und Besoldungsrunde 2017 im ffentlichen Dienst der Lnder Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einfhrung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwlf Monaten. Dabei soll die Bezahlung der Beschftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Lnder sowie der Erzieherinnen und Erzieher in Berlin sowie bei den an den TVL gebundenen Studentenwerken und den Beschftigten in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden. Fr die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhhung der Vergtungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die bernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgnge, z.B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifvertrge einbezogen werden. Darber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im ffentlichen Dienst.

"Die Beschftigten im ffentlichen Dienst haben im Verhltnis zur Tarifentwicklung in der Privatwirtschaft noch immer einen deutlichen Nachholbedarf", betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Berlin. Die Einkommensentwicklung sei in den vergangenen 15 Jahren deutlich langsamer verlaufen als in vielen anderen Branchen. "Deshalb brauchen wir sprbare Gehaltserhhungen." Durch eine positive Reallohnentwicklung wrde auch die Binnennachfrage weiterhin gestrkt werden.

Eine deutliche Erhhung der Einkommen sei problemlos finanzierbar, da die Steuereinnahmen fr den Gesamtstaat ebenso wie fr die Lnder bis zum Jahr 2020 deutlich strker wachsen. Fr die ffentlichen Haushalte werde auch fr 2016 und 2017 ein berschuss von etwa 20 Mrd. Euro prognostiziert. Fr die Jahre 2016 bis 2020 werde mit einem jhrlichen durchschnittlichen Steuerzuwachs von 3,7 Prozent fr die Lnder gerechnet.

"Die Beschftigten in Krankenhusern, Verwaltungen, Betrieben und anderen Einrichtungen des ffentlichen Dienstes arbeiten hochmotiviert fr die ffentliche Daseinsvorsorge", so Bsirske. "Von ihrer guten Arbeit profitieren alle. Da ist es nur mehr als richtig, wenn sie einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Wachstum fordern und nicht weiter von der Privatwirtschaft abgekoppelt werden. Der ffentliche Dienst muss ein attraktiver Arbeitgeber sein."

ver.di fhrt die Tarifverhandlungen als Verhandlungsfhrerin mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Lnder (TdL) fr rund eine Million Tarifbeschftigte (800.000 Vollzeitstellen) und 40.000 Auszubildende im ffentlichen Dienst der Lnder (auer Hessen) werden am 18. Januar 2017 in Berlin aufgenommen. ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche bertragung des Tarifergebnisses auf die 1,1 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfnger im Bereich der Lnder sowie 185.000 Beamtinnen und Beamte und 115.000 Versorgungsempfnger im Bereich der Kommunen.