Einigung in den Tarifverhandlungen der Lnder
Die Tarifgemeinschaft der Lnder (TdL) und die Gewerkschaften haben heute in Potsdam eine Einigung erzielt und sich darauf verstndigt, die Entgelte der Beschftigten in zwei Schritten zu erhhen: Zum 1. November 2024 werden die Tabellenentgelte um 200 Euro angehoben, zum 1. Februar 2025 erfolgt dann eine weitere Anhebung um 5,5 Prozent.
Die Ausbildungsentgelte erhhen sich zum 1. November 2024 um 100 Euro und zum 1. Februar 2025 um weitere 50 Euro. Zudem erhalten die Tarifbeschftigten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprmie von insgesamt 3.000 Euro, die in mehreren Raten (1.800 Euro zu Beginn, danach in zehn Raten bis Oktober 2024 jeweils 120 Euro) gezahlt wird.
Dazu der Verhandlungsfhrer der Arbeitgeberseite und Vorsitzende der TdL, Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: "Dieser Kompromiss ist fr beide Seiten nicht einfach. Deshalb bin ich erleichtert, dass beide Tarifvertragsparteien angesichts der herausfordernden Ausgangslage Bereitschaft gezeigt haben, sich zu einigen. Die ffentlichen Haushalte befinden sich im Krisenmodus, gleichzeitig wird es fr uns als Lnder schwieriger, Personal zu gewinnen und zu halten. Mir ging es um einen fr die Beschftigten insgesamt fairen und fr die Lnderhaushalte gerade noch machbaren Abschluss - das haben wir gemeinsam nach sehr schwierigen und langwierigen Verhandlungen erreicht. Wichtig ist, dass wir insbesondere fr die Nachwuchskrfte gemeinsam Gutes erreichen konnten. Auch enthlt der Tarifvertrag viele soziale Komponenten, die gerade in den unteren Lohngruppen helfen werden, besser mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten zurecht zu kommen. Dies alles knnen die Lnder aber nur deshalb leisten, weil die insgesamt 23,9 Milliarden Euro Gesamtkosten auf drei Haushaltsjahre verteilt werden knnen."
Weitere Eckpunkte der Einigung sind Verbesserungen fr die Beschftigten im Straenbau, im Maregel- und Justizvollzug sowie fr die Beschftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Lnder Berlin, Bremen und Hamburg. Die bisher auertarifliche Hauptstadtzulage in Berlin wird wegen der besonderen Hauptstadtsituation nunmehr tarifiert. Fr studentische Hilfskrfte wurden erstmals Mindestentgelte (Stundenentgelt ab Sommersemester 2024: 13,25 Euro) vereinbart, die deutlich ber dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Das Ergebnis wird von den jeweiligen Lndern auf die Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter sowie die Versorgungsempfngerinnen und Versorgungsempfnger der Lnder bertragen.