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Tarifrunde TV-L 2025

Pressemitteilung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vom 16.01.2026

Tarifgemeinschaft deutscher Länder legt Eckpunkte für Einigungskorridor vor

TdL und Gewerkschaften haben am 15. und 16. Januar 2026 über die Forderungen der Gewerkschaften verhandelt.

Die TdL hat am Freitag erste Eckpunkte für einen Einigungskorridor vorgelegt:

  • Erhöhung der Entgelte leicht über der Inflationserwartung in drei Schritten in den Haushaltsjahren 2026, 2027 und 2028, Laufzeit bis 31. März 2028 (29 Monate)
  • "Azubi-Paket" mit deutlichen Verbesserungen für Auszubildende u. a.
    • mit 120 Euro mehr in drei Schritten,
    • erneute Vereinbarung der bisherigen Übernahmeregelungen,
    • Angleichung der Vermögenswirksamen Leistungen Ost an West,
    • für übernommene Auszubildene mit mindestens gutem Abschluss: Vorgezogenes Erreichen der Stufe 2 (sechs Monate früher),
    • Erhöhung der Abschlussprämie für Auszubildende mit mindestens gutem Abschluss (Leistungsorientierter Ansatz)
  • Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulage von 105 Euro auf 150 Euro bzw. von 40 Euro auf 60 Euro
  • Erhöhung Mindeststundenentgelte Studentische Beschäftigte über Mindestlohn (15,06 Euro zum Sommersemester 2026, 15,76 Euro zum Sommersemester 2027, 16,49 Euro zum Sommersemester 2028)
  • Paket zur Weiterentwicklung des Eingruppierungsrechts (Strukturpaket):
    • Zeitgemäße Weiterentwicklung Eingruppierungsrecht unter Berücksichtigung der Entgelttransparenzrichtlinie. Ermöglichung abgestufter und leistungsdifferenzierter Eingruppierung mit entsprechenden Bestandsschutzregelungen
    • Paralleltabelle für Lehrkräfte ab Schuljahr 2028/2029
    • Stufengleiche Höhergruppierung
    • Überprüfung Überstundenregelungen Teilzeit

Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Arbeitsgruppe verständigt, die hierzu bis zur Schlussrunde Mitte Februar einen gemeinsamen Lösungsvorschlag erarbeiten soll.

Finanzsenator und Verhandlungsführer der TdL Dr. Andreas Dressel: "Wir als Arbeitgeber haben in dieser zweiten Verhandlungsrunde klargemacht, unter welchen Voraussetzungen eine Einigung für uns zustande kommen kann und so trotz großer Differenzen erste Fortschritte erzielt. Wir haben als Länderarbeitgeber Eckpunkte eines Einigungskorridors vorgelegt, denn wir sind bereit, zentrale Forderungen der Gewerkschaften zu erfüllen. Unser vorgeschlagener Einigungskorridor umfasst eine mögliche Entgelterhöhung etwas über der Inflation in drei Schritten und drei Haushaltsjahren. Angesichts der Inflationserwartungen würde das Gesamtpaket eine Erhöhung innerhalb der vorgeschlagenen Laufzeit von um die 5 % bedeuten. Wir wollen für Nachwuchskräfte die Ausbildung im öffentlichen Dienst attraktiver machen - mit einem umfassenden Azubi-Paket u. a. mit einer Anhebung der Ausbildungsentgelte von 120 Euro in drei Schritten und einer Ost-West-Angleichung der Vermögenswirksamen Leistungen. Mit einer Anhebung der Wechselschicht- und Schichtdienstzulage von 40 Euro auf 60 Euro bzw. 105 Euro auf 150 Euro wollen wir einen besseren Ausgleich für diese besonders belastenden Tätigkeiten schaffen. Neben einer weiteren Erhöhung der Mindeststundenentgelte für studentische Beschäftigte wollen wir in den nächsten Wochen zudem ein umfassendes Strukturpaket schnüren, um das Eingruppierungsrecht an wichtigen Stellen weiterzuentwickeln. Insgesamt haben wir damit einen guten Pfad gezeichnet, der uns in der nächsten Runde zu einem Abschluss führen kann. Wir setzen weiter auf konstruktive und realistische Gespräche mit den Gewerkschaften, die die finanziellen Realitäten anerkennen. Trotz der großen Differenzen waren die zweitägigen Verhandlungen konstruktiv. Nachdem wir gestern noch einmal den gesamten Forderungskatalog der Gewerkschaften kritisch durchgegangen sind, haben wir uns als ein Schwerpunkt dem Thema Azubis im öffentlichen Dienst gewidmet - gemeinsam mit drei Jugend-Azubi-Vertretern. Danach hatten wir einen guten Austausch mit studentischen Beschäftigten zum Thema Arbeitsbedingungen an Hochschulen. Das im letzten Tarifvertrag vereinbarte Mindestentgelt wirkt und wird von den Hochschulen eingehalten - das fließt jetzt in unseren Verhandlungen ein."