Tarifrunde ffentlicher Dienst: Tarifgemeinschaft der Lnder ohne Angebot - Werneke: "Arbeitgeber haben Ernst der Lage fr Beschftigte nicht erkannt"
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist vom Verlauf der Lndertarifverhandlungen bislang enttuscht. "Ein verbindliches Angebot hat die Tarifgemeinschaft der Lnder (TdL) nicht vorgelegt, stattdessen von einem 'Schnaps oberhalb der Inflation' geredet. Von so einem Verhalten sind die Beschftigten jedoch zurecht enttuscht", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Freitag (16. Januar 2026) in Potsdam.
Bislang zeichne sich in den zentralen Punkten keine Einigung ab. "Neben den Nullmonaten sollen die Beschftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen. Die Tdl strebt offenbar einen Abschluss an, der niedriger ist als das Ergebnis fr Bund und Kommunen. Aus den groen Ankndigungen zu Verbesserungen fr Nachwuchskrfte ist ein kleines Pckchen fr die Auszubildenden geworden, ohne Verbesserungen bei der bernahme. Auch die Schaffung von Tarifschutz fr die studentisch Beschftigten lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab", stellte Werneke klar. "Der Verhandlungsstand ist ungengend. Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage fr viele Beschftigte nicht erkannt.".
Zuvor hatten ver.di und die Tarifgemeinschaft der Lnder in der zweiten Runde am Donnerstag und Freitag versucht, eine Lsung im Tarifkonflikt zu finden. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet ab dem 11. Februar 2026 erneut in Potsdam statt.
ver.di fordert fr die rund 2,2 Millionen Beschftigten, darunter 925.000 Tarifbeschftigte, im ffentlichen Dienst der Lnder (alle Zahlen ohne Hessen) sieben Prozent mehr Gehalt im Monat - zur Strkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Fr Nachwuchskrfte sollen die Vergtungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete bernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhhung aller Zeitzuschlge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im ffentlichen Dienst der Lnder (TV-L) soll zwlf Monate betragen. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche bertragung des Tarifergebnisses auf Beamtinnen und Beamten der Lnder sowie auf Versorgungsempfngerinnen und -empfnger.
ver.di fhrt die Lnder-Tarifrunde als Verhandlungsfhrerin auch fr die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU.