Land bertrgt Tarifabschluss 2017
Mehr Geld auch fr Landesbeamte
Die Hessische Landesregierung wird das Tarifergebnis fr die Angestellten im ffentlichen Dienst auch auf die Beamten bertragen. Das bedeutet: Die Beamtinnen und Beamten profitieren von einem guten Gesamtpaket mit mehr Geld und einem Jobticket fr den ffentlichen Personennahverkehr. Das haben der Hessische Ministerprsident Volker Bouffier und Innenminister Peter Beuth heute in Wiesbaden gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Michael Boddenberg (CDU) und Mathias Wagner (Bndnis 90/Die Grnen) bekanntgegeben. Neben den rund 45.000 Landesbeschftigten erhalten damit auch die 90.000 Beamten sowie die Pensionre in Hessen ein Lohnplus von 4,2 Prozent. Ab dem 1. Juli 2017 steigen die Bezge um zwei Prozent, zum 1. Februar 2018 erhhen sie sich - zeitgleich mit den Tarifbeschftigten - um 2,2 Prozent. "Mit diesem Lohnplus und dem Jobticket haben die Beamtinnen und Beamten einen guten, realen Einkommenszuwachs", sagte der Ministerprsident.
"Das Land Hessen hat im Haushaltsjahr 2016 keine neuen Schulden gemacht. Aufgrund der guten Haushaltslage haben wir uns entschlossen, den neuen Hessen-Tarif auf alle Landesbediensteten zu bertragen. Damit wollen wir die wertvolle Arbeit, die Beamte und Angestellte tagtglich im Dienste des Landes leisten, besonders anerkennen. Auch die Beamtinnen und Beamten profitieren damit von dem mageschneiderten Tarifabschluss, der neben einem krftigen Lohnplus auch zahlreiche weitere Verbesserungen bringt und gleichzeitig im Einklang mit unserer Schuldenbremse und der Verpflichtung des verantwortungsbewussten Haushaltens steht", sagte der Hessische Ministerprsident Volker Bouffier.
Kostenfreie Nutzung des ffentlichen Personennah- und Regionalverkehrs
Der Regierungschef hob besonders das Jobticket hervor. "Die kostenfreie Nutzung des ffentlichen Personennah- und Regionalverkehrs bringt weitere finanzielle Vorteile fr die Bediensteten und macht die Arbeit fr das Land noch attraktiver", erluterte Volker Bouffier. Das Ticket gilt zu jeder Tages- und Nachtzeit fr ganz Hessen fr den Nah- und Regionalverkehr, also fr Busse, Straenbahnen sowie U-, S- und Regionalbahnen. Ausgenommen von der Regelung sind Zge des Fernverkehrs, also IC und ICE.
Auerdem werden die niedrigeren Besoldungsgruppen von einer Sozialkomponente fr das erste Jahr profitieren. Das heit, jeder hessische Beamte wird im ersten Jahr mindestens 75 Euro dazubekommen, auch wenn bei einer zweiprozentigen Erhhung rein rechnerisch ein niedrigerer Zuwachs zu verzeichnen wre.
Arbeitszeit der Beamten auf 41 Stunden reduziert
Die neuen Regelungen werden sich nicht nur messbar auf den Gehaltszettel auswirken. Ab dem 1. August wird auch - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - die Arbeitszeit der Beamten auf 41 Stunden reduziert. Das Lebensarbeitszeitkonto wird erhalten bleiben. Eine Stunde pro Woche wird dort gutgeschrieben. Dieses Zeitguthaben kann knftig flexibel, etwa aus familiren Grnden, in Anspruch genommen werden. Die Mglichkeit, durch die angesparten Stunden frher in Pension zu gehen, bleibt ebenfalls erhalten.
"Die Landesregierung setzt mit dieser Entscheidung fr mehr Geld und weniger Arbeitszeit bewusst ein Zeichen fr unsere tchtigen Beamtinnen und Beamten. Aufgrund vermehrter Einstellungen und der vorausschauenden Finanzpolitik dieser Landesregierung ist diese Entscheidung auch haushalterisch vertretbar", sagte Innenminister Peter Beuth.
Die wichtigsten Punkte des Gesamtpakets im berblick:
- Plus 2,0 Prozent ab dem 1. Juli 2017
- Sozialkomponente von mindestens 75 Euro
- Plus 2,2 Prozent ab dem 1. Februar 2018, zeitgleich mit den Tarifbeschftigten
- Arbeitszeitverkrzung auf 41 Stunden pro Woche bei Erhaltung des Lebensarbeitszeitkontos
- hessenweites Jobticket fr den ffentlichen Personennahverkehr fr alle Landesbediensteten ab dem 1. Januar 2018.