Innenminister Wilke und Finanzminister Crumbach zu Einigung bei Tarifverhandlungen
Gewerkschaften und Arbeitgeber vereinbaren Entgelterhhung um insgesamt 5,8 Prozent / Ergebnis wird auf Beamtinnen und Beamte im Land Brandenburg bertragen
Innenminister Ren Wilke und Finanzminister Robert Crumbach haben das Ergebnis der Tarifverhandlungen im ffentlichen Dienst der Lnder gewrdigt. Die Tarifgemeinschaft deutscher Lnder und die Gewerkschaften des ffentlichen Dienstes hatten sich am Morgen auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Entgelte der Landesbeschftigten werden in drei Schritten erhht. Zum 1. April 2026 werden die Tabellenentgelte um 2,8 %, mindestens aber um 100 Euro angehoben. Eine weitere Erhhung erfolgt zum 1. Mrz 2027 um 2,0 %. In einem letzten Schritt werden die Entgelte zum 1. Januar 2028 um 1,0 % angehoben. Die Laufzeit der Tarifeinigung betrgt 27 Monate bis zum 31. Januar 2028.
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Innenminister Wilke: "Die Beschftigten des ffentlichen Dienstes in Brandenburg garantieren gerade in schwierigen Phasen staatliche Zuverlssigkeit und sorgen fr die ntige Stabilitt. Das Tarifergebnis ist als Zeichen der Anerkennung fr ihren Einsatz zu verstehen. Gleichzeitig bildet es angesichts der zahlreichen Herausforderungen den aktuell machbaren Kompromiss ab. Die punktuelle Angleichung der Arbeitsbedingungen des Tarifgebiets Ost an das Tarifgebiet West ist besonders erfreulich. Das Land Brandenburg hat sich hierfr die letzten Jahre verstrkt eingesetzt - es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Auch die zahlreichen Verbesserungen fr unsere Nachwuchskrfte freuen mich."
- Finanzminister Crumbach: "Der Abschluss stellt eine groe Herausforderung fr das Land und seinen Haushalt dar. Er liegt an der Grenze des vertretbaren und zeigt deutlich die Wertschtzung der Landesregierung fr die Beschftigten. Besonders freut mich der Fortschritt bei der Angleichung zwischen West- und Ost."
Der Tarifabschluss bedeutet fr den Landeshaushalt nach ersten Berechnungen des Finanzministeriums eine Mehrbelastung in Hhe von 106,2 Millionen Euro in diesem Jahr und 225 Millionen Euro im kommenden Jahr. Fr das Jahr 2028 ist mit einer weiteren Belastung von 293,7 Millionen Euro zu rechnen. Darin enthalten ist auch eine systemgerechte bertragung auf den Besoldungs- und Versorgungsbereich, nicht jedoch eine gegebenenfalls erforderliche Anpassung an die jngste Verfassungsrechtsprechung zur Beamten- und Richterbesoldung.
Die lineare Entgelterhhung ist angesichts der nach wie vor hohen Inflation mit gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie vor dem Hintergrund der notwendigen Gewinnung von Fachkrften essenziell.
Neben den Entgelterhhungen wurden mit dem "Azubi-Paket" unter anderem eine Anhebung der Ausbildungsgehlter um 60 Euro ab dem 1. April 2026, um weitere 60 Euro ab dem 1. Mrz 2027 und um nochmals 30 Euro ab dem 1. Januar 2028 vereinbart. Daneben wurde die bernahmeregelung fr Auszubildende verlngert. bernommene Auszubildende profitieren auerdem zuknftig von hheren Abschlussprmie von bis zu 500 Euro sowie einer verkrzten Stufenlaufzeit von nur sechs statt zwlf Monaten in der ersten Entgeltstufe.
Beschftigte im Tarifgebiet-Ost profitieren ab dem 1. Januar 2027 wie im Tarifgebiet-West von einem gesteigerten Kndigungsschutz. Arbeitsverhltnisse von Beschftigten, die das 40. Lebensjahr vollendet haben, knnen nach einer Beschftigungszeit von mehr als 15 Jahren durch den Arbeitgeber nur aus einem wichtigen Grund gekndigt werden.
Fr den Abschluss eines Tarifvertrags fr studentische Beschftigte konnte keine Einigung erzielt werden. Das hatte die Landesregierung befrwortet. Gleichwohl wurde die Anhebung des Mindeststundenentgelts fr studentische Beschftigte auf 15,20 Euro ab dem Sommersemester 2026 und auf 15,90 Euro ab dem Sommersemester 2027 vereinbart. Auf dem Weg der Bemhungen der Brandenburger Hochschulen um "Gute Arbeit in der Wissenschaft" stellt dies einen weiteren Baustein dar.
Von dem erzielten Tarifabschluss profitieren rund 27.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes Brandenburg inklusive der Beschftigten an Hochschulen. Ferner hat die Landesregierung bereits im November 2025 zugesagt, den Tarifabschuss auf die rund 32.500 Beamtinnen und Beamten sowie die rund 20.100 Pensionrinnen und Pensionre des Landes systemgerecht zu bertragen.